27. Mai 2010 10:04

Erschreckend 

Österreicher wissen wenig über Aids

Studie zeigt großes Wissensdefizit. Bildungsniveau entscheidend.

Österreicher wissen wenig über Aids
© dpa

Eine erstmals in Österreich in sämtlichen Altersgruppen durchgeführte Studie (GfK) über die Wahrnehmung von HIV/AIDS zeichnet ein ernüchterndes Bild, was Herr und Frau Österreicher über diese Viruserkrankung denken und wie mit der Problematik umgegangen wird.

Nur die Hälfte schützt sich
Viele gehen beim Schutz gegen sexuell übertragbare Infektionen immer noch sehr fahrlässig um – nur rund 50% der Befragten schützen sich. Im Erhebungszeitrum (26. April bis 12. Mai 2010) wurden österreichweit 1.000 Personen rund um das Thema HIV/AIDS befragt und eines wird nachwievor sehr deutlich: Mit abnehmendem Bildungsniveau sinkt auch das Wissen über die Thematik.

"Menschen, die normal leben, bekommen kein Aids"
Sehr deutlich wird die Unwissenheit auch bei Zustimmungen zu Aussagen wie “Menschen, die normal leben, bekommen kein HIV/AIDS“ oder „AIDS ist eine Krankheit, mit der sich nur Homosexuelle und Drogensüchtige anstecken“. Auf der anderen Seite besteht aber bei mehr als der Hälfte der Befragten durchaus das Bedürfnis, mehr über den Virus und die Krankheit zu erfahren. Über ein Drittel gibt sogar an, dass sie das „Thema HIV/AIDS sehr interessiert“. Und hier sind es wieder Menschen mit hohem Bildungsniveau, die sich deutlich abheben.

Illusion Safe Sex
Problematisch ist nach wie vor, was Herr und Frau Österreicher aktiv unternehmen, um sich vor HIV zu schützen: Jeder Zweite gibt an, sich zu schützen, aber nur die Hälfte davon verwendet dazu ein Kondom. Noch immer gilt bei vielen Menschen die Ehe bzw. Treue in einer festen Beziehung als „sicherer“ Schutz vor einer HIV Infektion.


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