20. Oktober 2008 09:17

Schönheits-OPs 

Per Mausklick zur Schönheit

Der Weg zum Schönheits-Dic wird immer leichtfertiger gewählt. Die ungeschminkten Details zu den beliebtesten Korrekturen im Gesicht.

Per Mausklick zur Schönheit
© sxc
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Was darf es sein? Eine Lidstraffung, ein Facelifting oder eine Nasenkorrektur? Eine Schönheitsoperation im Bereich des Gesichts führt immer zu wesentlichen Veränderungen und wird oft enorm unterschätzt. Die Folge: Traumvorstellungen, deren Realisierbarkeit nicht immer gegeben ist. Für den Wiener plastischen Chirurgen Edvin Turkof Grund genug, gemeinsam mit der Autorin Elis Sonnleitner alle wichtigen Fakten in eine Buchserie über Schönheits-OPs zu packen. MADONNA hat die wichtigsten Informationen rund ums Thema Lid- und Nasenkorrektur für Sie zusammengefasst.

Nase auf Wunsch
Ob verbreitern, verschmälern oder begradigen: „Nasenkorrekturen gehören zu den häufigsten Schönheits-OPs“, erklärt Experte Turkof. Als Vorbereitung erfolgt die digitale Bearbeitung eines Patienten mit einem speziellen Computerprogramm. Erst wenn das Ergebnis dessen Vorstellungen entspricht, kann der Chirurg beurteilen, ob die gewünschte Veränderung sinnvoll und machbar ist. Ist alles geklärt, wird in einer ein- bis zweieinhalbstündigen OP die gewünschte Nase unter Vollnarkose geformt. „Hierzu gibt es verschiedene Schnitttechniken, die meist in der Nasenfalte durchgeführt werden und dadurch kaum Narben hinterlassen. Durch diese Schnitte werden Knochen- und Knorpelfragmente entfernt, gegebenenfalls auch hinzugefügt, bis die Nase perfekt modelliert ist“, so der Chirurg. In 75 Prozent aller Eingriffe sei ein Brechen der Nasenwände erforderlich: „Wenn man den Höcker nur abschleift, entsteht am Nasenrücken ein unschönes Plateau. Daher müssen die Nasenwände durch Brechen zueinandergeführt werden, um das Plateau zu verschmälern“, informiert Turkof. Die Kosten für kleine Nasenkorrekturen: 2.500 bis 3.500 Euro. Komplexe Korrekturen können bis zu 8.000 Euro kosten.

Zusatzbehandlung
Bei dem Wunsch, das gesamte Profil zu verschönern, rät Professor Turkof, die Nasenkorrektur mit einem Eingriff am Kinn zu verbinden. Diese Korrektur umfasst mehrere Varianten, je nachdem ob das Kinn als zu groß oder zu klein empfunden wird. Dementsprechend kann der Aufbau der Kinnpartie erfolgen – entweder durch Versetzung des Knochenfragments oder durch zusätzliches Einbringen von Knochen- oder Knorpelmasse, die zuvor anderen Körperstellen entnommen wurde. Im Gegenzug werden bei einer Kinnverkleinerung überschüssige Knochenpartien abgetragen.

Straffe Augen
Ebenso unter den Top 10 der häufigsten Schönheits-OPs liegt die Augenlidkorrektur. Unter dem Sammelbegriff „Lidstraffung“ versteht man eine Anzahl verschiedener Operationsverfahren. Alle haben zum Ziel, schlaff gewordenes Gewebe am Ober- oder Unterlid zu entfernen und die Haut um die Augenpartie zu straffen. Meist reicht ein minimaler Einschnitt, durch den überschüssiges Gewebe und Haut entfernt werden. Die Schnittführung verläuft am Oberlid, bogenförmig in der Lidfalte: „Dadurch bleibt die Narbe nahezu unsichtbar“, weiß Turkof. Am Unterlid wird am Unterrand der Wimpern geschnitten – auch diese Narbe bleibt nahezu unsichtbar. Den Eingriff kann man routinemäßig in örtlicher Betäubung durchführen lassen. Die OP ist meist nach 50 Minuten erledigt. Die Kosten belaufen sich dabei auf 1.800 bis zu 2.000 Euro.

Viele Möglichkeiten
Das Auge wird in fünf Regionen unterteilt: Augenbrauen, Oberlider, Unterlider, Tränensäcke und Augenringe. Diese fünf Punkte müssen genau analysiert werden, bevor man entscheidet, was an einem Auge korrigiert werden soll. So kann der Chirurg beispielsweise das Fett der Tränensäcke dazu verwenden, die Augenringe aufzupolstern (siehe Bilder links oben). Für das gesamte Programm (Augenbrauen, Ober- und Unterlider, Augenringe und Tränensäcke) muss man mit 4.500 bis 5.500 Euro rechnen.

Nachsorge
Das oberste Gebot nach jeder Korrektur lautet, sich zu schonen. Bei umfassenderen Eingriffen wird sogar empfohlen, ein bis zwei Nächte im Krankenhaus zu bleiben. Die Nachbehandlung der Nase erfolgt durch einen Gips, der von außen schützt und nach zehn Tagen entfernt wird; zusätzlich wird mit Antibiotika behandelt. Bei Eingriffen an den Augen wird für zwölf Stunden ein Verband angelegt, um ihnen Ruhe zu geben. Von sportlicher Betätigung wird für zwei Wochen abgeraten. Nach diesen 14 Tagen sind Schwellungen und blaue Flecken meist abgeheilt und man ist wieder voll gesellschaftsfähig.

Risiken
Gesundheitliche Risiken gibt es bei einer Nasenkorrektur eher wenige. In seltenen Fällen können Geruchsstörungen auftreten. Die häufigste Komplikation bei einer Nasenkorrektur ist die Atmungsproblematik. Denn wenn man eine Nase verkleinert, verändert sich natürlich das Durchzugsvolumen. Etwas komplizierter ist es bei den Risiken einer Augenlidkorrektur: Wird am Oberlid zu viel Haut weggenommen, kann es passieren, dass man das Auge nicht mehr schließen kann. Am Unterlid würde ein Zuviel an Hautentfernung zu einem Ektropium führen – das Unterlid würde an dem Augapfel nicht mehr fest anliegen. In beiden Fällen muss nochmals operiert werden und eine Hauttransplantation durchgeführt werden. Beauty-Eingriffe sollten daher immer wohl überlegt sein.

Lesen Sie nächste Woche alles über Fettabsaugung und Brustvergrößerung!

Foto: (c) sxc


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