05. Juni 2009 08:25

Grün, gelb, rot 

Ampel für Lebensmittel

Wie im Straßenverkehr: EU will "Essens-Pickerl". Rot für ungesund, Grün für empfehlenswert.

Ampel für Lebensmittel
© sxc

Am ersten Blick erkennen, wie gesund Lebensmittel sind – das kommt bald in alle Geschäfte. Das System ist einfach, es funktioniert wie eine Verkehrsampel mit 3 Farben.

Kennzeichnung
Schon bald werden Lebensmittel im Supermarkt grün, gelb oder rot gekennzeichnet – es soll die Revolution im Handel werden. Konsumenten sollen bereits am ersten Blick erkennen, wie gesund die Ware in ihrem Einkaufswagen ist. Jeder, der gelernt hat, über die Straße zu gehen, wird sich sofort auskennen, denn das Gesundheitssymbol ist eine Ampel. So funktioniert die Lebensmittel-Ampel:

Grün: gesunde Lebensmittel mit wenig Zucker, Fett und Salz.

Gelb: Lebensmittel sind in Ordnung.

Rot: Ungesund. Achtung, dieses Essen hat zu viel Zucker, Fett oder Salz.

Die Signalfarben sollen groß auf der Vorderseite der Verpackungen stehen, sodass jeder Kunde schon vor dem Griff ins Regal über das Produkt informiert ist.

Müsliriegel gefährlich
In der Lebensmitteltabelle sehen Sie bereits jetzt, was in Zukunft auf den Supermarktprodukten stehen wird (Tabelle wurde von der Bild-Zeitung erstellt). Zum Teil gibt es sehr überraschende Ergebnisse: Müsliriegel sollten etwa rot gekennzeichnet werden. Viele beinhalten zu viel Zucker und gesättigte Säuren.

Österreicher zu dick
Der Hintergrund dieser Kennzeichnung: Zu viel Fett führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die schockierenden Zahlen belegen, Österreich ist ein zu dickes Land: 35 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen haben Übergewicht. Im EU–Vergleich sind heimische Männer überdurchschnittlich dick. Und schon jedes vierte Kind in Österreich ist zu dick. Wer sich nach der Lebensmittel–Ampel ernährt, vermeidet Übergewicht. Die EU will jetzt für die Volksgesundheit kämpfen und plant, schon demnächst die Ampel-Tabelle per Gesetz in den Mitgliedstaaten einzuführen.

In den USA und in England gibt es dieses System bereits seit Jahren. In Deutschland beginnt jetzt Frosta, ein Tiefkühlkost-Produzent, freiwillig mit dieser Kennzeichnung.

Gefährliche Nährwerte
Fettgehalt: Rote Ampel bei 20g
Pro Tag sollte ein Mann 80–100 Gramm Fett aufnehmen, Frauen 60–80 Gramm. Nur 30% der Energieaufnahme sollte von Fetten kommen. Bei mehr als 20 g pro Produkt: Ampel schaltet auf Rot.

Gesättigte Fette: Bis 5g
Gesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in tierischen Produkten wie Butter oder Wurst vor. Sie machen dick, und man braucht sie nicht zum Überleben. Bei mehr als fünf Gramm gibt es die rote Ampel.

Zucker: Rote Karte bei 12,5g
Experten raten: Nehmen Sie nicht mehr als 60 Gramm Zucker pro Tag zu sich. Kinder sollen noch weniger davon essen. Wenn ein Produkt mehr als 12,5 g pro 100 Gramm enthält: Rote Karte.

Salz: Rot bei über 1,5 Gramm
Salz ist zwar für einen gesunden Körper erforderlich, aber nicht mehr als 6 Gramm am Tag. Gerade Fast Food enthält zu viel. Rote Karte gibt es für Lebensmittel mit mehr als 1,5 Gramm Salz.

lebensmittelcheck_klein
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