11. Mai 2010 10:52

"Konsument"-Test 

Anti-Gelsenmittel: Reizende Wirkstoffe

Die meisten Repellents schützen gut bis sehr gut. Ätherische Öle ein Flop.

Anti-Gelsenmittel: Reizende Wirkstoffe
© sxc

Fünf Tester haben Anti-Gelsenmittel ausprobiert - und wurden über 3.000 Mal gestochen. Ihre im "Konsument" (Mai-Ausgabe) verbreitete Bilanz: Die meisten Repellents schützen gut bis sehr gut vor dämmerungs- und nachtaktiven Gelsen. Die aggressiveren tagaktiven Gelsen aber werden nur von jedem zweiten bis dritten untersuchten Produkt vertrieben. Alle Erzeugnisse enthalten die Augen und Schleimhäute reizende Wirkstoffe. Ätherische Öle erwiesen sich zudem bei der Schutzwirkung als Flop.

Ätherische Öle
Der Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) habe sich als am wirksamsten herausgestellt. Ätherische Öle hingegen schnitten laut den Testern am schlechtesten ab. "Reizend" seien sowohl jene Produkte mit synthetischen Wirkstoffen als auch diejenigen mit ätherischen Ölen. Die Mittel sollten daher nicht täglich aufgetragen werden.

Bei häufiger Anwendung hoch dosierter DEET-Repellents könne es neben Augen- und Schleimhautreizungen auch zu Hautirritationen und Störungen des Nervensystems kommen, so der "Konsument". Bei Icaridin und Para-Menthan-3,8-diol seien die toxikologischen Risiken etwas geringer. Ätherische Öle wie Lemongras und Citronellöl können bei direktem Kontakt die Augen ernsthaft schädigen und, wie Geraniol und Eugenol, allergische Reaktionen hervorrufen. Babys sollte man grundsätzlich durch Kleidung schützen.

Tipps zur Gelsenabwehr
Die Insekten landen gern auf dunkler Kleidung und stechen leichter durch eng anliegende Stoffe. Im Freien daher weite, feste und helle Textilien tragen. Feinmaschige Fliegengitter halten die lästigen Biester draußen, Moskitonetze über den Betten bieten zusätzlichen Schutz. Wenig bis gar nichts bringen hingegen Ultraschallgeräte, Gartenfackeln und Hausmittel wie Paradeiser- oder Basilikumpflanzen. Vitamin B1 soll eingenommen die menschlichen Körperduftstoffe für Gelsen unattraktiv machen - ebenso ein Mythos wie Knoblauch essen oder Alkohol trinken, urteilt der "Konsument". Auch das Licht abdrehen hilft wenig: Gelsen orientieren sich an Körperdüften und dem Kohlendioxidanstieg durch Atemluft.


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