04. Mai 2010 11:10

Welt-Asthma-Tag 

Blauer Dunst erhöht Risiko deutlich

Kinder durch Passivrauch besonders gefährdet. Rauchverbot gefordert.

Blauer Dunst erhöht Risiko deutlich
© APA

"Aktives, aber auch passives Rauchen erhöht das Risiko, an Asthma zu erkranken", warnte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, anlässlich des Welt-Asthma-Tages am Dienstag. Besonders Kinder, die dem blauen Dunst ausgesetzt sind, seien gefährdet. Er erneuerte deshalb seine Forderung nach einem generellen Rauchverbot in öffentlichen Räumen sowie der Gastronomie.

Atemwegserkrankungen
Zwischen 600.000 und 700.000 Menschen in Österreich leiden an Asthma - Tendenz steigend. Bei Kindern stellt diese Atemwegserkrankung bereits die häufigste chronische Erkrankung dar. Zigarettenrauch spielt bei der Entstehung eine bedeutende Rolle.

Rauchende Eltern
Dorner: "Rauchen die Eltern, so nimmt auch die Überempfindlichkeit der Atemwege der Kleinen zu. Das Rauchen im Haushalt sollte zum Wohl der eigenen Kinder sofort eingestellt werden." Leide der Nachwuchs bereits unter Asthma, sollten die Eltern darauf achten, dass er in öffentlichen Bereichen nicht mit dem blauen Dunst in Berührung komme. Derzeit gebe es etwa 42.000 Asthmakranke im Alter zwischen zwei und sechs Jahren.

Vorsicht in Schwangerschaft
Bereits in der Schwangerschaft wirke sich der Qualm einer Zigarette auf die allergische Veranlagung des Babys aus, so der ÖÄK-Präsident. Eine schwedische Studie zeige, dass Kinder, die im Mutterleib Rauchinhaltsstoffen ausgesetzt waren und dadurch auch ein geringeres Geburtsgewicht aufweisen, ein bis zu sechsmal höheres Risiko für die Entwicklung von Asthma hätten.


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