17. Juni 2008 08:43

Sommerobst 

Bald beginnt die Marillen-Saison

Marillen sind mehr als nur eine Knödelfülle - lesen Sie hier was das farbenfrohe Sommerfrüchtchen alles kann.

Bald beginnt die Marillen-Saison
© sxc

Marillen stammen ursprünglich aus China, bereits früh kam die Frucht über Mittel- und Vorderasien nach Europa. Die größten Anbauländer der Marille sind Italien, Spanien und die Türkei. Eine lange Tradition hat der Marillen-Anbau auch in Niederösterreich, genauer gesagt in der Wachau. Der Wachauer Marille wurde sogar von der Europäischen Union eine "Geschützte Ursprungsbezeichnung" ausgestellt. Die Ernte der Frucht ist daher in der Wachau auch jedes Jahr ein Fest.Die Marille gehört zur Familie der Rosengewächse und sind ein Steinobst.

Die Marille - Traditionell und exotisch
In der österreichischen Küche wird die Marille für verschiedensten Speisen verwendet - meist für Süßspeisen. So etwa in den klassischen Marillenknödeln, im Marillenkuchen oder als Marmelade verarbeitet in den Wachauer Marillenpalatschinken.Dass die Marille sich hervorragend auch für exotische Speisen eignet ist dafür nur wenig bekannt. Marillen harmonieren besonders gut mit Curry, im mittleren Osten etwa werden sie in pikanten Gerichten zu Geflügel serviert. Geschmacklich passen Marillen auch zu Tomaten oder Kürbissen.

Marillen schmecken am besten wenn sie frisch sind. Nach dem Einkauf sollten sie möglichst schnell verarbeitet, eingefroren oder getrocknet werden. Getrocknete Marillen können dann einfach einige Stunden im warmen Wasser eingelegt werden und danach wie frische Früchte verwendet werden. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Marillen bereits reif sind, nach dem Pflücken reifen sie nicht mehr nach.Vor dem Verarbeiten sollte man auf jeden Fall den Kern der Frucht entfernen, sie enthalten giftige Stoffe, die beim Erhitzen austreten können.

Powerfrucht Marille
100 g Marillen enthalten nur 40 Kalorien und auch sonst sind sie sehr gesund. Auf Grund ihres hohen Gehalts an Beta-Carotin und Provitamin A reichen bereits 2 bis 3 Marillen aus um den entsprechenden Tagesbedarf zu decken. Die Sommerfrucht schützt aber auch vor den schädlichen Einflüssen der Sonne und stärkt das Immunsystem.

Erwähnenswert ist auch der hohe Gehalt an Mineralstoffen wie Kalzium und Kalium und an den Vitaminen B1, B2 und C. Auf Grund ihrer zahlreichen positiven Inhaltsstoffe können sich auch die Marillen in die Reihe des Anti-Aging-Foods einreihen.


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