05. August 2009 12:32

Symbolsprache 

Botschaften der Kinderseele

Ruediger Dahlke verrät, welche Botschaften sich hinter häufigen Kinderleiden verstecken.

Botschaften der Kinderseele
© Getty Images

Wenn ein Kind fiebert, schreit seine Seele: „Ich koche!“ Und eine Mittelohrentzündung signalisiert der Umwelt: „Ich will nicht (ge)horchen!“

Für Eltern
Diese Thesen vertritt zumindest der bekannte Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke in seinem neuen Ratgeber Krankheit als Sprache der Kinderseele. Dahlke, dessen Longseller (wie Krankheit als Weg oder Krankheit als Symbol) in 24 Sprachen übersetzt wurden, gilt als Wegbereiter der spirituellen Psychosomatik. In seinem aktuellen Buch erklärt er gemeinsam mit der Heilpraktikerin und Homöopathin Vera Kaesemann, wie kindliche Krankheitssymptome mit der Persönlichkeitsentwicklung zusammenhängen. Lesen Sie, wie Sie die häufigsten Krankheitsbilder deuten und die Beschwerden mit Naturmaßnahmen lindern können:

Fieber
Botschaft der Seele: „Ich koche.“ Fieber an sich ist keine Krankheit. Das Kind ist kampfbereit und will es mit der Bedrohung aus der Außenwelt (Viren, Bakterien) aufnehmen und seine (Abwehr-)Kräfte messen. Aus einer durchlebten Fieberkrise geht das Kind mit gestärktem Selbstbewusstsein hervor. Deshalb sollten Eltern das Fieber nicht mit Medikamenten unterdrücken (außer bei medizinischer Notwendigkeit). Sie sollten lieber in die Selbstheilungsfähigkeit des kindlichen Körpers vertrauen und sich etwa fragen: Welche Konflikte lebt unser Kind nicht direkt aus? Oder: Geben wir ihm die nötige Wärme? Unterstützende Maßnamen: Bett- oder zumindest Zimmerruhe einhalten, Reizabschirmung und viel zu trinken anbieten. Das Kind nicht zum Essen zwingen.

Kopfschmerzen
Botschaft der Seele: „Hauptsache, es tut weh.“ Kinder unter sechs Jahren geben bei Kopf- meist auch Bauchschmerzen an: Bis sechs schlägt alles auf den Bauch, wenn die Kleinen ihr Leben nicht verdauen können. Danach „steigen“ die Dinge schneller „zu Kopf“. Oft steckt Überforderung durch zu starken Leistungsdruck hinter Kopfschmerzen: Beim herrschenden „Kopf-an-Kopf-Rennen“ riskieren viele sprichwörtlich „Kopf und Kragen.“ Fragen Sie sich: Was bereitet meinem Kind Kopfzerbrechen? Wo steht es unter Druck? Und: Wie steht es mit meiner eigenen Selbstbehauptung?
Unterstützende Maßnamen: Bewährt hat sich das Umgreifen einer Kaltwasserleitung bei laufendem Wasser. Der Schmerz wird dann in der Vorstellung an das fließende Wasser abgegeben.

Bbindehautentzündung
Botschaft der Seele: „Ich mach die Augen gar nicht mehr auf!“ Zugeklebte und lichtempfindliche Augen sind von der Symbolik überdeutlich: Als Fenster der Seele für Einsicht und Durchblick zuständig, entziehen sie sich ihrer Aufgabe komplett. Die Jalousien werden heruntergefahren: Wegen Konflikten geschlossen! Besser wäre es, vor Auseinadersetzungen die Augen nicht zu verschließen, sondern dem Konflikt „ins Auge zu sehen“. Eltern sollten sich fragen: Was will unser Kind nicht mehr sehen? Wo ist es uneinsichtig? Und: Um welche Probleme geht es im Augenblick bei uns?
Unterstützende Maßnamen: Räume abdunkeln und Sonnenbrille aufsetzen. Dem Kind lieber vorlesen oder Geschichten erzählen als es fernsehen lassen. Zugluft meiden! Zwei Beutel schwarzen Tees nach dem Aufguss abkühlen lassen, auf die geschlossenen Augen legen und 15 Minuten einwirken lassen.

Schnupfen
Die Botschaft der Seele: „Ich hab die Nase so voll!“ Wer die Nase voll halt, den lässt seine Lebenssituation kalt. Er hat sich erkältet und kann sich für nichts mehr erwärmen. Die Kommunikation ist eingeschränkt: Die Nase ist zu, die Bronchien meist auch und der Hals ist voll. Erst wenn die Sekrete wieder fließen, lässt der Druck nach und der seelische Stau löst sich auf. Eltern, besonders aber die Mütter von Kindern über einem Jahr sollten sich fragen: Wovon hat mein Kind die Nase voll? Aber auch: Wovon habe ich die Nase voll? Wovor will sich mein Kind verschließen? Oder will ich mich verschließen?
Unterstützende Maßnamen: Halten Sie die Füße des Kindes warm. Zur Steigerung des Immunsystems: Geben Sie Ihrem Kind viel Wasser zu trinken, aber verzichten Sie auf Getränke wie Limonaden, Cola oder unverdünnte Säfte.

Husten & Bronchitis
Botschaft der Seele: „Ich huste euch was!“ Das Kind schnappt nach Luft. Nicht selten stecken hinter Kinderhusten chronische Konflikte der Eltern, die diese nicht lösen konnten und den Kindern überlassen. Mütter lassen sich über Hustenattacken oft binden: Das Kind merkt, dass es mehr von der Mutter bekommt, wenn es hustet und Schleim spuckt (oft auch bei Geschwisterkonkurrenz). Bronchitis ist damit erlernbar. Eltern sollten ihre eigenen Kommunikationsstrukturen hinterfragen: Vielleicht sollten sie sich öfter trauen, einander „etwas zu husten“. Je kleiner die Kinder, desto deutlicher sind sie auch Spiegel der Eltern und der Familiensituation.
Unterstützende Maßnamen: Thymian- oder Anistee wirken krampflösend; Malventee beruhigt die Schleimhäute.

Buchtipp: Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke und Kinder-Homöopathin Vera Kaesemann beschreiben in ihrem Rat­geber Krankheit als Sprache der Kinderseele (C. Bertelsmann, 25,70 Euro), wie kindliche Krankheitssymptome gedeutet werden können. Mit vielen praxisnahen Tipps! www.dahlke.at


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