23. Juli 2009 12:14

Vorsorge 

Brustkrebs: 4.810 Neuerkrankte

Zwei Prozent der Verstorbenen jünger als 40 Jahre.

Brustkrebs: 4.810 Neuerkrankte
© Getty Images

Brustkrebs ist mit rund 4.810 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung der Österreicherinnen. Mit etwa 1.560 Todesfällen pro Jahr ist es auch eine der häufigsten Sterbegründe heimischer Frauen, wie es im "Brustkrebsbericht 2008" heißt, der von der Bundesgesundheitskommission in Auftrag gegeben und von dem Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) erstellt wurde. Durchschnittlich sterben Betroffene in einem Alter von 71 Jahren an Brustkrebs; etwa zwei Prozent sind jünger als 40 Jahre.

Die Diagnose Brustkrebs wurde Betroffenen zwischen den Jahren 2002 und 2004 durchschnittlich in einem Alter von 64 Jahren gestellt - und damit vergleichsweise früh: Das Durchschnittsalter bei anderen Krebserkrankungen lag in diesem Zeitraum bei etwa 67 Jahren.

Unter 40 Jahren
Rund fünf Prozent der Brustkrebsneuerkrankungen in diesem Zeitraum betrafen Frauen unter 40 Jahren. 15 Prozent der Betroffenen waren zwischen 40 und 49 Jahre alt, 44 Prozent zwischen 50 und 69 und bei etwa 36 Prozent wurde Brustkrebs in einem Alter von über 69 Jahren diagnostiziert. Der Anteil an Brustkrebsneuerkrankungen an allen Krebsneuerkrankungen lag bei etwa 28 Prozent, wobei mit rund 45 Prozent der höchste Anteil in der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen beobachtet wurde.

Von den rund 1.560 Frauen, die in den Jahren von 2004 bis 2006 an Brustkrebs starben, waren etwa zwei Prozent jünger als 40 Jahre, rund sieben Prozent zwischen 40 und 49 Jahren und 36 Prozent zwischen 50 und 69 Jahren. 56 Prozent der Brustkrebstodesfälle ereigneten sich in einem Alter von über 69 Jahren. Der Anteil brustkrebsbedingter Todesfälle an allen Krebstodesfällen in der weiblichen Bevölkerung betrug durchschnittlich 17 Prozent, wobei der Anteil in der Gruppe der 40- bis 44-Jährigen mit mehr als 30 Prozent am höchsten war.

Entsprechend dem Konzept der potenziell verlorenen Lebensjahre zur Analyse vorzeitiger Sterblichkeit verloren im Jahresdurchschnitt 2004 bis 2006 die in einem Alter von unter 75 Jahren an Brustkrebs gestorbenen Frauen insgesamt 325 Jahre pro 100.000 Einwohnerinnen - und damit durchschnittlich 14 Jahre pro Person.

Sterblichkeit gesunken
Generell sank die Sterblichkeit wegen Brustkrebs im Zeitraum von 1990 bis 2004. Das kann laut Bericht u. a. darauf zurückgeführt werden, dass Brustkrebs zunehmend in einem frühen Stadium erkannt wird und bessere Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen.

Insgesamt wurden im Jahr 2005 etwa 10.600 Brustoperationen in 127 österreichischen Krankenanstalten durchgeführt; diese wurden an rund 9.230 Patientinnen vorgenommen bzw. im Rahmen von 9.977 stationären Aufenthalten. Rund 44 Prozent der Eingriffe waren brusterhaltende Operationen eines bösartigen Tumors, rund 37 Prozent entfielen auf OPs gutartiger Tumore und etwa 19 Prozent waren Radikaloperationen. Das Durchschnittsalter bei stationären Aufenthalten wegen Brustoperationen betrug etwa 56 Jahre; die durchschnittliche Verweildauer pro Aufenthalt lag bei sieben Tagen.


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