09. Februar 2011 09:50

Prävention 

Brustkrebs: Risiko senken

Prävention mit Sport und fettarmer Ernährung senkt das Risiko. Stress meiden!

Brustkrebs: Risiko senken
© Getty

Immer noch ist Brustkrebs die bedrohlichste Krankheit für Frauen. Bei etwa jeder zehnten Frau entdecken die Ärzte im Lauf ihres Lebens ein Mammakarzinom. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Heilungschancen bei früh erkanntem Brustkrebs liegen heute bei über 90 Prozent. Operationen und Therapien werden immer schonender: In der Mehrzahl der Fälle kann die Brust erhalten werden.

Risikofaktoren
Mangelnde körperliche Aktivität, die Einnahme von Hormonen sowie Alkoholkonsum und Übergewicht erhöhen laut Studien das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Auch chronische Entzündungen, psychische Verletzungen und Stress können die Erkrankung begünstigen. „Unter Belastung produziert der Körper Kortisol, das die Östrogenproduktion ankurbelt“, erklärt Hormonexperte Johannes Huber.

Neben synthetischem Progesteron soll vor allem Östrogen die Brust belasten. Huber: „Die Östrogen-Story ist allerdings viel komplexer.“ Östrogen wird in der Leber abgebaut, wobei zwei weitere östrogenähnliche Verbindungen entstehen. 4-Hydroxyöstron und 2-Hydroxyöstron. Huber: „Laut Studien soll ein erhöhtes 4-Hydroxyöstron für die Brust eher ungünstig sein. 2-Hydroxyöstron wirkt hingegen sogar schützend.“ Durch eine relativ einfache Untersuchung kann abgeklärt werden, wie der Körper Östrogene abbaut und ob dabei problematische oder unproblematische Östrogenverbindungen entstehen.

Prävention
Auch der Lebensstil ist entscheidend. So zeigt eine aktuelle Studie, dass Sport das Risiko für Brustkrebs um 13 Prozent senkt, eine fettarme Ernährung sogar um 50 Prozent.


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