23. Juni 2009 11:32

Getestet 

Cellulitemittel helfen nicht

Glatte Täuschung: Gute Verträglichkeit, einfache Anwendung, aber keine Besserung der Cellulite.

Cellulitemittel helfen nicht
© sxc

Rund achtzig Prozent der Frauen leiden mehr oder weniger stark unter Cellulite. Zwar ist sie nur ein kosmetisches Problem, doch die unschönen Dellen lassen viele zu Pflegeprodukten gegen Cellulite greifen. 270 Frauen im Alter von 35 bis 60 Jahren haben neun Erzeugnisse - darunter Gele, Gel-Cremen, ein Öl und zwei Geräte - vier Wochen lang gemäß Herstellerempfehlungen verwendet. Auf die großen Versprechungen folgte die große Ernüchterung: Zwar waren alle Mittel bzw. Geräte gut verträglich, eine Wirkung auf die Cellulite haben sie jedoch nicht. Fazit des "Konsument"-Tests: "nicht zufriedenstellend" für alle Produkte.

Gebrochene Versprechen
Vollmundige Versprechungen der Kosmetikindustrie künden von sichtbarer Milderung der Cellulite nach einem Zeitraum von bis zu vier Wochen. Zwar waren die Erwartungen der Tester nicht besonders groß, dass allerdings nach einem Zeitraum von vier Wochen bei keinem der getesteten Mittel eine Besserung einsetzte, überraschte dennoch. Zu Beginn und nach Abschluss der Anwendungsphase wurde ein Befund durch einen Dermatologen erhoben. Dieser Check zeigte, dass das wirkstofffreie Placebo auf dem einen Schenkel die gleiche Wirkung hatte wie das Celluliteprodukt auf dem anderen Schenkel.

Gute Verträglichkeit
"Positiv hervorzuheben ist zwar, dass die Anwendung und die Verträglichkeit der Mittel großteils positiv beurteilt wurde. Doch was nützt das, wenn das Ziel glatt verfehlt wurde und pflegende Cremen zum Teil auch billiger zu haben sind", kritisiert "Konsument"-Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak. Der Preis für die getesteten Cremen liegt zwischen 1,98 Euro/100ml (dm/Balea) sowie 24,50 Euro/100ml (Christian Dior), im Schnitt bei 10 Euro/100 ml. "Die besten und kostengünstigsten Mittel gegen Orangenhaut sind nach wie vor eine ausgewogene, fettarme Ernährung und gezieltes Training", so Matuschak.

Die Ergebnisse im Detail gibt es ab dem 25.6. im Juli-"Konsument" sowie ab sofort auf www.konsument.at.


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