15. Jänner 2010 12:42

Leistungsfähigkeit 

Chronischer Schlafmangel gefährlich

Besonders stark belastete Berufsgruppe laut US-Studie anfälliger für Fehler.

Chronischer Schlafmangel gefährlich
© sxc

Chronischer Schlafmangel kann die Leistungsfähigkeit drastisch beeinträchtigen. Regelmäßiges dauerhaftes Wachbleiben verlangsamt die Reaktionszeit einer US-Studie zufolge um das bis zu Zehnfache. Im Gegensatz zu einem gelegentlichen Schlafdefizit lässt sich chronische Übermüdung auch durch besonders lange Ruhepausen nicht ausgleichen. Dieses Resultat deutet darauf hin, dass besonders stark belastete Berufsgruppen wie etwa Schichtarbeiter, Fernfahrer oder Ärzte anfälliger für Fehler und Unfälle sind.

Untersuchung
Die Teilnehmer des mehrwöchigen Versuchs mussten immer wieder 33 Stunden wach bleiben und durften danach aber stets zehn Stunden schlafen. Dies entspricht einer Ruhezeit von 5,6 Stunden pro Tag. Zunächst schnitten die Probanden nach zehn Stunden Schlaf in Reaktionstests noch gut ab. Aber mit zunehmender Studiendauer reagierten sie von Mal zu Mal langsamer. Besonders schlecht fiel ihre Konzentration nachts aus, also zu jener Zeit, in der die Aufmerksamkeit einen Tiefpunkt erreicht.

"Angestellte, die für ausgedehnte Zeitphasen wach bleiben müssen, können keine normale Leistung bringen", mahnen die Forscher der Universität Harvard in der Zeitschrift "Science Translational Medicine". "Und sie sind sich dieses Defizits vielleicht nicht einmal bewusst."


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