11. Jänner 2008 12:35

Empfindliche Haut 

Cremen Sie sich schön

Wenn die Haut "verrückt" spielt, ist sie meist zu trocken. Was Sie dagegen tun können. Plus: So wird Ihre Haut winterfit.

Cremen Sie sich schön
© sxc

Ohne Wasser geht in unserem Körper gar nichts: Er besteht zu 70 Prozent aus dem nassen Element. Weil es sich praktisch überall, in und zwischen allen Körperzellen findet, spielt es auch für die Hautgesundheit eine große Rolle: Wenn die Haut spannt, rot ist und "verrückt" spielt, ist fast immer Feuchtigkeitsmangel Schuld.

Weit verbreitet
Das Problem ist weit verbreitet: Etwa 70 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 65 leiden an empfindlicher Haut, die durch Wassermangel verursacht wird, erläutert die Wiener Dermatologin und Psychotherapeutin Ulrike Mossbacher. Für Männer liegen noch keine genauen Daten vor.

Jucken und Brennen
Die Betroffenen zeigen keine "sichtbare Pathologie" wie Ekzeme, Couperose, Rosazea und ähnliche deutlich diagnostizierbare Hauterkrankungen. Sie beschreiben ihr Problem häufig mit Sätzen wie "Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut" oder "Ich vertrage gar nichts mehr" und berichten von unangenehmen Rötungen und Spannungen, Jucken und Brennen. "Unter empfindlicher Haut versteht man eine übermäßige Reaktion auf Faktoren, die normalerweise gut toleriert werden", fasst Mossbacher zusammen.

Keine Seife!
Ausgelöst wird übermäßiger Feuchtigkeitsverlust durch Wind und Kälte, niedrige Luftfeuchtigkeit, kalkhaltiges Wasser, UV-Licht (Sonne und Solarium), Umweltverschmutzung (Feinstaub, Nikotin), zu viel Alkohol und scharfe Gewürze, Rasur und Epilation, bestimmte Medikamente sowie Stress. Dazu kommt noch die Verwendung von ungeeigneten Produkten. "Wir wissen, dass 50 Prozent der Europäer für die Gesichtsreinigung normale Seife verwenden. Das ist sicher nicht adäquat", so die Ärztin.

Richtige Pflege
"Es handelt sich um eine große Gruppe von Patienten, denen es nicht gut geht. Gleichzeitig ist es ein schwieriges Patientenklientel", meint Mossbacher. Allen gemeinsam sei der nachweisbare Feuchtigkeitsmangel in der Haut. "Sehr häufig entsteht er in Zusammenhang mit einem psychosomatischen Problem", vor allem Stress: Unter Druck würden Pflege- und Diätfehler begangen, zum Beispiel unregelmäßiges Essen und Trinken.

Natürlicher Schutz
"Normale Haut baut nach der Reinigung ihre natürliche Schutzbarriere wieder auf, empfindliche Haut nicht, sie wird noch sensibler", sagt die Hautärztin Veronika Lang, medizinisch-wissenschaftliche Leiterin beim Kosmetikhersteller La Roche-Posay. Die französische Apothekenmarke kommt mit einer physiologischen Reinigungsserie auf den Markt. Physiologisch bedeutet: dem Organismus entsprechend, ohne Seife, Alkohol und Farbstoffe, mit hautneutralem pH-Wert und hypermilden Wirkstoffen, die auch in Augentropfen eingesetzt werden. Für die Feuchtigkeitsversorgung sensibler Haut sorgt die neue Hydreane-Linie mit an Selen reichem Thermalwasser.

Reinigung und Pflege
"Patienten mit sensibler Haut sollten zweimal täglich geeignete Reinigung und Pflege verwenden", rät Mossbacher. "Die ideale Pflege zieht schnell ein, hinterlässt keinen Film und kein klebriges Gefühl und stellt das Wohlbefinden wieder her." Ebenfalls wichtig: Ausreichend trinken. Der menschliche Körper verliert täglich rund zwei Liter Wasser, die Hälfte über Harnausscheidung, jeweils einen halben Liter über die Atemluft und durch Verdunstung bzw. Schwitzen über die Haut. Daher: Immer nachfüllen!


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