15. Februar 2010 11:48

Straff und fest 

Das hilft wirklich gegen Cellulite

Womit verschwinden die unschönen Dellen an Beinen und Po am schnellsten?

Das hilft wirklich gegen Cellulite
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Das hilft wirklich gegen Cellulite
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Schlank sein ist die eine Sache. Eine straffe, dellenfreie Haut zu haben, die andere. Beides wünschen sich Frauen – verstärkt dann, wenn die Tage wieder länger und die Röcke kürzer werden.

Model-Krankheit
Die Crux dabei: Nicht einmal schlanke Frauen sind automatisch mit einem straffen Bindegewebe gesegnet. Cellulite wird bisweilen sogar „Modelkrankheit“ genannt – weil nicht einmal ultradünne Mannequins von ihr verschont bleiben.

Doch was kann man gegen dieses typische Frauenleiden (Männer sind davon so gut wie nicht betroffen) tun? Straffende Lotions cremen? Mehr Bewegung machen? Oder sich zum Beauty-Spezialisten begeben?

Fest steht: Es gibt mittlerweile unzählige Methoden, die versprechen, die Dellen an Oberschenkeln, Po und Bauch wieder loszuwerden. Doch nicht selten bleibt es bei leeren Versprechungen, die noch dazu das Budget ordentlich belasten. Wir wollten daher wissen: Welche modernen Anti-Cellulite-Treatments sind wirklich effektiv?

Der Test
Vier MADONNA-Redakteurinnen probierten vier unterschiedliche Methoden aus – vom Mineralstoff-Wickel bis zum Training im Fitness-Studio. Das überraschende Ergebnis: Die MADONNA-Crew hatte Glück. Tatsächlich war jede der Methoden auf ihre Weise erstaunlich effektiv. Ganz besonders überzeugend waren die Resultate beim Figurexperten Shapeline: „Mir hat dort besonders der ganzheitliche Ansatz gefallen. Und ich hätte nie gedacht, wie schnell Po und Schenkel durch die Wickel und das wirklich angenehme Training auf den Geräten fester und straffer werden“, zeigt sich Testerin Nina Fischer begeistert.

Was noch hilft
Angeregt vom Erfolg der gestesteten Methoden, erforschte die MADONNA-Crew weitere Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen Cellulite. Und das können Sie noch gegen die ungeliebten Dellen tun:

- Hände weg von (einseitigen) Crash-Diäten! Sie machen das Problem nur noch schlimmer, da sie die Struktur des Bindegewebes zusätzlich schwächen.

- Hilfreich hingegen ist eine ausgewogene Ernährung, die einer Übersäuerung des Organismus (einer der Hauptgründe für schwaches Bindegewebe und Cellulite!) entgegenwirkt. Reduzieren Sie Säurebildner wie Alkohol, Kaffee, Zucker, Weißmehlprodukte oder Koffein und bauen Sie vermehrt basenbildende Nahrungsmittel wie frisches Gemüse, Kartoffeln, Sojaprodukte, Blattsalate, Sprossen, reifes Obst, Kräuter und Pilze in Ihren Menüplan ein. Zwischendurch viel Kräutertee und stilles Mineralwasser trinken – das schwemmt zusätzlich Giftstoffe aus dem Gewebe.

- Ein Geheimtipp für die Figur sind Samen (wie Sesam oder Leinsamen). Sie fördern die Entgiftung des Stoffwechsels und schützen den Körper vor Schlacken verursachenden Giftstoffen. Leinsamen haben einen besonders hohen Ballaststoffgehalt und spülen den Verdauungsapparat so richtig durch. Beide Samen passen hervorragend zu Müsli oder als knuspriges Extra zu Salaten. Je einen Esslöffel voll über die Mahlzeiten streuen und viel dazu trinken!

- Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren sind die besten Cellulite-Killer. Der Blutkreislauf wird angeregt und dadurch werden die Säuredepots im Gewebe aufgelöst und über die vertiefte Atmung ausgeschieden. An der frischen Luft ist die Wirkung durch die Sauerstoffzufuhr natürlich doppelt so gut.

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Straff-Methode 1: Feste Konturen mit Wickel
Karin Serwatka straffte sich im Beauty-Salon
Star-Appeal. Eigentlich hab ich ja ja nicht viel zu klagen. Bin von Natur aus schlank und wäre auch sportlich. Nur bin ich ziemlich faul. Und genau da kommt mir das Wrap & Roll Body Styling sehr entgegen. Mit dem übrigens auch Hollywoodstars vor großen Auftritten ihren Body in Form bringen und ein bis zwei Kleidergrößen verlieren. Wie es funktioniert? Der Körper wird fest in Baumwollbandagen mit einer osmotischen Mineralstofflösung gewickelt. Kann einem zwar die Luft nehmen, dafür wird so nicht nur die Haut gefestigt, sondern auch der Körper entgiftet. Vorausgesetzt, die Ernährung stimmt...
Fazit
Nach einer Behandlung fühlt sich alles straffer an. Kosten: ab 88 Euro. Wrap & Roll, 1010 Wien, Kurrentgasse 10/23, Tel.-Nr: 01/533 34 25. www.wrapandroll.at

Straff-Methode 2: Straff durch Massage
Kristin Pelzl-Scheruga testete die Lipomassage
Effektiv. Obwohl ich schlank bin, wabbeln meine Oberschenkel. Und das, seit ich 14 bin. Auch unsportlich bin ich nicht. Pflegemuffel? Ebenfalls Fehlanzeige: Es gibt kaum eine Anti-Cellulite-Creme, die ich noch nicht ausprobiert habe. Ich brauche also härtere Geschütze, wie das brandneue, in Frankreich entwickelte Cellu-M6-Integral-Gerät, das einen Turboschub für das Bindegewebe verspricht. Im Netzanzug komme ich mir komisch vor (kleiner Punkteabzug). Ich liege am Bauch und habe das Gefühl, als würden sich Saugnäpfe tief drinnen im Gewebe festkrallen. Man spürt: Da tut sich wirklich was!
Fazit
Schon nach der ersten Stunde fühlen sich Po und Schenkel fester an. 40 Minuten kosten 70 Euro. Privatklinik Wien-Währing, 1180 Wien, Tel.: 01-26166-380. www.beautylines.at

Straff-Methode 3: Top-Figur dank Profis
Nina Fischer besuchte ein Shapeline-Studio
Kurzurlaub im Studio. Auch wenn ich mich dreimal pro Woche am Laufband quäle, von Wassereinlagerungen und kleinen Fettpölsterchen (Oberschenkelinnenseite) blieb ich nicht verschont. Da ich gezielt an Umfang verlieren wollte, testete ich Shape-Line. Auf sechs Betten wird die Figur geformt, indem einzelne Körperpartien von den Geräten bewegt werden und man mit Gegendruck die Muskeln stärkt. Algen- oder Chili- Wickel kurbeln zusätzlich die Entschlackung an. Der Massageeffekt der Betten und meditative Musik machen den Studiobesuch jedes Mal zum Kurzurlaub.
Fazit
Muskelkatergarantie nach der ersten Stunde. Der Körper wird gestrafft und man verliert nach einer ­Woche sichtbar an Umfang. Monatskarte ab 149 Euro. www.shapeline.at

Straff-Methode 4: Fitter durch Sport
Edda Bauer trainierte im Fitness-Studio
Einsteigerin. Bis vor wenigen Jahren dachte ich, Cellulite haben nur andere. Dann kamen zwei Kinder. Und damit null Zeit für Sport. Der Sitz-Job tat sein Übriges und ich spürte: Höchste Zeit, etwas gegen die Schwerkraft zu tun! Eine Kollegin riet zum Fitness-Studio. Erster Gedanke: Ein Graus! Doch schon nach dem ersten Besuch (Crosstrainer plus Geräte) denke ich anders: Schön zu spüren, dass man tief unter der Haut noch Muskeln hat! Und: Ich habe endlich wieder einmal Zeit für mich. Freilich: Unanstrengend ist das Training nicht. Disziplin ist hier leider Voraussetzung: Von nix kommt eben nix!
Fazit
Schon nach 2 Wochen Training (2x pro Woche) sind meine Arme und Beine weniger schlaff. Tipp: John Harris Fitness-Studio am Schillerplatz, 1010 Wien, www.johnharris.at


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