04. Februar 2008 10:15

Balu-Prinzip 

Das neue Anti-Stress-Konzept

Ein neuer Ratgeber verrät, wie man mit einfachen Tricks der Hektik im Alltag entfliehen kann.

Das neue Anti-Stress-Konzept
© sxc

Die ORF-Moderatoren wissen bereits, wie es geht: Szene-Star Adriana Zartl macht Yoga, ZiB-Anchorwoman Birgit Fenderl ebenfalls, News­lady Lou Lorenz hört zwischendurch Musik und Winterzeit-Moderatorin Elisabeth Engstler nutzt die japanische Entspannungstechnik Reiki. Für die stressgeprüften Frauen ist Entspannen kein Problem!

Neues Buch
Für all jene, die nicht wissen, wie sie der Alltagshektik entfliehen können, schafft ein neues Buch Abhilfe. Das Balu-Prinzip der deutschen Heilpraktikerin und Autorin Andrea Christiansen bezieht sich auf den Bären Balu aus dem Dschungelbuch, der mit seinem Lied Probier’s mal mit Gemütlichkeit zur Ruhe mahnt. „Der Bär ist für viele Menschen das Sinnbild der Gemütlichkeit“, erklärt Christiansen die Titelwahl. Sie selbst möchte mit dem Buch zeigen, wie man auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt und spricht damit ein Thema an, das immer größere Bedeutung erlangt. „Ich glaube, unsere Gesellschaft ist zu schnell geworden. Immer mehr Arbeit muss in immer weniger Zeit erledigt werden, viele Dinge müssen gleichzeitig getan werden“, beschreibt die Expertin das Grundproblem. „Vor allem Frauen werden sehr stark zwischen Familie und Beruf hin- und hergerissen.“ Sie gibt gleichzeitig noch etwas viel Beängstigenderes zu bedenken: „Auch immer mehr Kinder im Volksschulalter – also zwischen sechs und zehn Jahren – leiden an stressbedingten Erkrankungen.“ Nach der Schule folgen Besuche im Sportverein, Sprachkurse oder Musikstunden. Zum Spielen und Relaxen bleibt viel zu wenig Zeit.

Der Gemütlichkeitsplan
Doch das muss nicht so sein. Wer sein Leben grundlegend ändern möchte, dem rät Andrea Christiansen, gleich in der Früh damit anzufangen: „Bleiben Sie nicht so lange im Bett, sondern stehen Sie so zeitig auf, dass Sie genug Zeit haben, um alle Bedürfnisse zu erfüllen. In Ruhe ins Bad, ein Frühstück im Sitzen und ein Blick in die Zeitung“, sind nur einige der Vorschläge die sie macht, damit man den Tag besser beginnt. Wer es schafft, derart im Rhythmus der Natur zu leben, der bewältigt auch andere Aufgaben sehr viel entspannter. Ein Grundprinzip sollte dabei vorherrschend sein: „Mein Zaubersatz heißt: Ich habe alle Zeit, die ich brauche – und sogar noch mehr. Stress entsteht nämlich im Kopf. Wir denken uns in Zeitnot, wenn wir immer das Ganze betrachten und nicht die Aufgabenberge in kleine Hügel zerlegen“, verrät Christiansen.

Zeitfallen meistern
Die Expertin konnte bei den Menschen noch andere Störquellen ausmachen, die uns das Leben schwerer machen: „Viele Menschen weichen ihrem Arbeitsbeginn aus. Sie reden, kochen Kaffee, lesen ihre privaten E-Mails und finden noch viele andere erstaunliche Möglichkeiten, der tatsächlichen Arbeit zu entkommen. So wird unnötig Zeit verschenkt, die später fehlt.“ Besser: gleich anfangen! Eine Liste mit allen zu erledigenden Aufgaben hilft, den Überblick zu bewahren und zeigt auf einen Blick, was wirklich Priorität ist.

Wichtig: Wenn möglich, sollte man die Listenpunkte nacheinander abarbeiten. Denn eine Studie der Universität Michigan beweist, dass Versuchspersonen, die gestellte Aufgaben nacheinander erledigen, schneller damit fertig werden, als jene, die parallel verschiedene Tätigkeiten verrichten müssen. Weiterer Pluspunkt: Die „Listen-Abarbeiter“ waren danach nicht so erschöpft wie die andere Gruppe.

Mut zur Pause
„Für kurze Entspannung zwischendurch bietet es sich an, bei offenem Fenster einige Atemzüge zu machen, sich dann hinzusetzen und sich gedanklich an einen schönen Ort zu begeben“, sagt Christiansen. Dehnungsübungen danach lockern die Muskeln und machen fit für die nächste Tätigkeit. Wer ungeliebte Aufgaben erledigt, darf sich danach belohnen. Ein kurzer Plausch mit den Kollegen am Gang oder ein Spaziergang sind dann okay.

Geglückter Mix
Trotz Arbeit darf aber auch das Privatleben nicht zu kurz kommen. „Ein Viertel der Gesamtzeit sollte für Privates reserviert sein“, so die Expertin. Und: die Wochenenden unbedingt ganz frei halten!

Die besten Anti-Stress-Übungen zum Nachmachen
1. Stress abschütteln

Aufrecht hinstellen, die Beine hüftbreit auseinander. Schließen Sie die Augen. Lassen Sie ein leichtes Vibrieren durch die Beine gehen. Diese Vibration langsam auf den ganzen Körper ausbreiten und verstärken: Arme, Beine, Hüften, Schultern und auch der Kopf sind in Bewegung. Zehn MInuten lang machen und dabei nicht in ein eintöniges Muster verfallen. Wem das schwerfällt, der soll sich einfach vorstellen, dass auch der Boden unter ihm in Bewegung ist. Dann klappt die Übung leichter.

2. Zahlen-Meditation
Wer bei schwierigen Aufgaben den Durchblick verliert, sollte erst einmal tief durchatmen, die Augen schließen und langsam bis zrhn zählen. Danach alles noch einmal anschauen und die wichtigsten Aufgaben auswählen und mit diesen beginnen.

3. Für gesunden Schlaf sorgen
Schlaf ist lebenswichtig. Ohne ihn funktionieren weder Körper noch Geist. Ein gesunder Lebenswandel und ausgewogene Ernährung sind Grundvoraussetzungen für einen guten Schlaf. Achtung: Zu viel Schlaf macht träge und müde!


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