13. November 2009 10:15

Stilles Leiden 

Depression bei Männern häufig unerkannt

Männer versuchen meistens ohne Arztbesuch auszukommen.

Depression bei Männern häufig unerkannt
© sxc

Präparate gegen Depression werden Frauen vielfach häufiger verschrieben als Männern, nämlich im Verhältnis vier zu eins - aber in der Selbstmord-Statistik kehrt sich dieser Eindruck dramatisch um: Männer bereiten unter den Folgen einer schweren Depression ihrem Leben viermal häufiger selbst ein Ende! Auf diese in der Bevölkerung weitgehend nicht bekannten Unterschiede weist die GSAAM e.V., die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin, als Reaktion auf den Schock, den der tragische Tod des sportlichen Idols Robert Enke zurzeit auslöst hin.

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Wie ist dieses Phänomen zu erklären?
Depression wird in der Medizin überwiegend nur an Kriterien gemessen, die genau dem Verhalten der unter dieser Krankheit leidenden Frauen entsprechen. Diese Symptome sind: Rückzug, Antriebslosigkeit, Ängste. Dabei ist der weibliche Patient zum Glück durchaus bereit, ärztliche Hilfe anzustreben. Die Frau geht zum Arzt, während das andere Geschlecht es für männlich hält, ohne Arztbesuch auszukommen.

Männer neigen häufig dazu, Probleme in sich hineinzufressen. Das hat zur Folge, dass das Ausmaß ihrer Verzweiflung in vielen Fällen verborgen bleibt. Bei ihnen äußert sich Depression oft als Aggression gegen die Aussichtslosigkeit. Wird sie zur Autoaggression, also gegen sich selbst gerichtet, kann das zum Selbstmord führen.

In die Sprechstunde der rund tausend Mitglieder der GSAAM e.V., der "Experten für gesundes Altern", kommen überdurchschnittlich viele Patienten mit dem Wunsch, einen Leistungsdruck oder ein Burn-out-Syndrom abzuschwächen. Das beinhaltet die Chance, eine psychische Erkrankung rechtzeitig zu begreifen. Durch Erhöhung des Serotoninspiegels mit der körpereigenen Serotonin-Vorläufersubstanz 5 HTP werden Depressionen auf natürliche Weise behandelt.


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