18. November 2009 08:45

Depressionen 

Ein Winter ohne Blues

Wie Sie Depressionen jetzt besser in den Griff bekommen können.

Ein Winter ohne Blues
© Getty Images

Nicht nur der Himmel ist jetzt meistens grau – auch auf die Seele legen sich die Nebelschwaden. Experten schätzen, dass 80–100.000 Österreicher jetzt an der „saisonal abhängigen Depression“ (SAD) leiden. Die Ursache: Der Mangel an natürlichem Tageslicht verändert den Hormonhaushalt. Dunkelheit veranlasst die Zirbeldrüse im Gehirn, aus dem stimmungsaufhellenden Nervenbotenstoff Serotonin das Schlafhormon Melatonin zu bilden. Die Folgen sind Mangel an Energie und Antriebslosigkeit.

Winterschlaf
„Verlegen Sie anstrengende Projekte in den Frühling und geben Sie dem Bedürfnis nach Ruhe so weit es geht nach. Auch Tiere halten einen Winterschlaf“, meint Psychiater Peter Gathmann. Und Siegfried Kasper, Leiter der Klinischen Abteilung für Biologische Psychiatrie am AKH rät zur Lichttherapie gegen Winter-Blues.

Mehr Energie
Licht
Der Handel bietet Tageslicht-Vollspektrum-Lampen mit 10 000 Lux. Setzen Sie sich täglich 30 Minuten vor die Lampe. Das Solarium ist dafür nicht empfehlenswert.

Bewegung
Warm anziehen und 30 Minuten Walken oder Joggen heben den zu niedrigen Serotoninspiegel.

Apotheke
Gegen Ängste und depressive Verstimmungen helfen homöopathische Komplexmittel, Johanniskraut als Tee oder Tabletten und das pflanzliche Mittel „Arctic Root“ mit Rosenwurz.


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