25. September 2007 08:59

Brustkrebs 

Der große Pink-Ribbon-Check

Wie gefährdet sind Sie? Experten beantworten für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema Brustkrebs.

Der große Pink-Ribbon-Check
© sxc

Brustkrebs geht uns alle an. Die Österreichische Krebshilfe tourt deshalb dieses Jahr wieder vom 28. September bis zum 27. Oktober durch ganz Österreich, um über Vorsorge und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Dr. Paul Sevelda, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Lainz und Präsident der Österreichischen Krebshilfe, beantwortet für jene Frauen, die es nicht zu einer der Tour-Stationen schaffen, die wichtigsten Fragen rund um das Frauenthema Nr. 1.

1 Kann Brustkrebs gänzlich vermieden werden?
Nein. Aber jede Frau kann etwas dazu beitragen, um das Risiko zu senken. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, kein Übergewicht sowie das Vermeiden von Suchtgiften wie Alkohol und Nikotin. Kurz: all das, was man unter einem gesunden Lebensstil versteht.

2 Wie viele Frauen sind betroffen?
In Österreich erkrankt etwa jede achten bis zehnte Frau an Brustkrebs – 75 der betroffenen Frauen sind zu diesem Zeitpunkt bereits über 50 Jahre alt. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, stehen die Heilungschancen gut. Wir können davon ausgehen, dass zwei Drittel dieser betroffenen Frauen nicht an Brustkrebs sterben. Es gibt übrigens keinen Alterskrebs. Bei jungen Frauen ist der Krebs nicht aggressiver, sondern die Chance, dass er nach einer erfolgreichen Behandlung noch einmal auftritt, ist aufgrund der höheren Lebenserwartung höher.

3 Gibt es Frauen, die gefährdeter sind als andere?
Ja, es gibt eine kleine Gruppe mit genetisch bedingtem Risiko. Das sind aber nur fünf Prozent. Es gilt: Jede Frau kann von Brustkrebs betroffen sein. Daher sind regelmäßige Arztbesuche und Mammografien sehr wichtig.

4 Wie erkennt man, dass man Brustkrebs hat?
Meist gar nicht. Wir entdecken zu zwei Dritteln den Brustkrebs durch die Mammografie. Die Knoten sind erst ab einer Größe von ein bis zwei Zentimetern tastbar.

5 Was passiert bei einer Mammografie?
Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung des Brustgewebes. Die Brust wird zwischen zwei Platten geklemmt und auf verdächtige Veränderungen untersucht. Bereits kleine Knoten von wenigen Millimetern können entdeckt werden. Die Untersuchung schmerzt nicht – manche Frauen empfinden sie aber als etwas unangenehm. Jede Brust kann untersucht werden, egal wie groß oder klein sie ist. Ab dem 40. Lebensjahr sollte man zumindest jedes Jahr eine Mammografie durchführen lassen.

Pink Ribbon: Die Tour
Wien (28.9.), Graz (4.10.) Krems (5.10.), Parndorf (6.10.), Salzburg (12.10.), Klagenfurt (13.10.), Innsbruck (19.10.), Dornbirn (20.10.), Pasching (13.10.), genaue Infos auf: www.krebshilfe.net


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