30. März 2010 14:57

Tiergesundheit 

Die Ernährung des Hundes

Was Sie unbedingt über die Ernährung der Vierbeiner wissen sollten

Die Ernährung des Hundes
© Royal Canin

Der Hund ist ein überwiegender Fleischfresser. Anders als beim Menschen, der ein Allesfresser ist, verschlingt der Hund seine Nahrung ohne sie zu „ schmecken“. Die Nahrung erreicht daher den Magen in großen Stücken, wo die geschluckte Beute „zwischengelagert“ wird. Danach erst gelangt die Nahrung in den Darm und wird verdaut.

Das traditionelle Verständnis der Tierernährung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung über Aufbau und Erhalt des Organismus sowie seinen Energiebedarf, haben kontinuierlich die Möglichkeit der Ernährung im Sinne der Vorbeugung und, unter gewissen Bedingungen des Heilens, erweitert.

Die Ernährung heute hat also vier Ziele:


Den Organismus aufbauen und erhalten:

  • 1. Proteine mit allen essenziellen Aminosäuren: Hunde haben einen hohen Bedarf an Proteinen. Proteine sind Kettenmoleküle und bestehen aus Aminosäuren, die in einer präzisen Reihenfolge aneinander geknüpft sind. Dadurch erhält jedes Protein seine Eigenart und besondere Wirkung. Der Organismus nutzt die Aminosäuren für die Synthese körpereigener Proteine (Aufbau und Erhalt seiner Organe und Strukturen), für den Transport bestimmter Moleküle im Blut, für die Nachrichtenübermittlung zwischen den Organen (Hormone) und für die Bekämpfung von Krankheiten (Antikörper) usw.
  • 2. Vitamine: Sie haben für den Körper vitale Funktionen. Unterschieden wird zwischen fettlöslichen (A, D, E, K) und wasserlöslichen (B und C) Vitaminen.
  • 3. Mineralstoffe und Spurenelemente: haben im Organismus verschiedene Funktionen

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Energie zuführen:
Fette und Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energiequellen für den Hund

  • 1.Fette: Hunde haben eine natürliche Vorliebe für fettreiche Nahrung. Diese muss allerdings beschränkt werden, wenn das Tier wenig Bewegung hat. Fette sind die bedeutendste Energiequelle für den Organismus des Hundes. Bestimmte, essenzielle Fettsäuren haben aber auch strukturelle Funktionen für die Zelle oder sie sind Vorläufer bestimmter Hormone
  • 2.Kohlenhydrate: Sie stammen vorwiegend aus dem Pflanzenreich. Wichtigster Vertreter ist die Stärke, die jedoch stets ausreichend gegart sein muss, da es sonst schnell zu Durchfällen kommt. Zu den Kohlenhydraten zählen auch die diätetischen Fasern, die bei der Vorbeugung und der Behandlung verschiedener Erkrankung Verwendung finden

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Ernähren und Vorbeugen:
Bestimmte Nährstoffe werden den Nahrungen zugesetzt, (wie Antioxydanzien, Präbiotika, Fasern und essenzielle Fettsäuren) um Risiken wie Nierenerkrankungen, Verdauungsproblemen und den Auswirkungen des Alterungsprozesses entgegen zu wirken.

Ernähren und Heilen:
Um den Behandlungs- und Genesungsprozess bei bestimmten Krankheiten im Laufe einer tierärztlichen Therapie zu fördern, werden der Nahrung spezielle Nährstoffe zugegeben oder auch entzogen.

Wußten Sie, dass..

  • der Hund keine Verdauungsenzyme im Speichel hat, und es daher dort auch zu keiner Vorverdauung kommt
  • der Säuregrad im Hundemagen viel höher als beim Menschen ist?
  • die Länge des Dünndarms je nach Größe des Hundes zwischen 2 und 6 m ist, der Transit aber nur ungefähr 2 Stunden dauert?
  • Der Transit im Dickdarm sehr langsam ist, auch wenn der Darm nur 20 bis 80 cm lang ist?

Der ROYAL CANIN Beratungsdienst für Tierernährung, Verhalten und Diätetik: (zum Ortstarif) 0810 / 207-606 oder -601, Mo. bis Do. von 16.00–20.00 Uhr und Fr. von 9.00–13.00 Uhr für Fragen, Proben und Broschüren rund um Hund und Katz’! www.royal-canin.at

Die Österreichische Tierärztekammer empfiehlt allen Hunde- und KatzenbesitzerInnen eine regelmäßige Vorsorge sowohl gegen Endo- als auch Ektoparasiten bei ihren Tieren.
Diese Prophylaxe dient nicht nur der Gesunderhaltung der Haustiere, vielmehr handelt es sich bei einer Vielzahl dieser Parasiten um ebenso auf den Menschen übertragbarer Überträger bzw. Erreger von Krankheiten, somit um eine Zoonose.
Bezüglich aller weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an ihren Tierarzt / Tierärztin ihres Vertrauens.
Dr. Walter Holzhacker
Präsident der Österreichischen Tierärztekammer


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