25. September 2007 08:14

Durex-Report 

Die Griechen sind Sex-Weltmeister

Hellenen am kreativsten - Japaner sexuell überaus unbefriedigt - Pille als Verhütungsmittel beliebter als Kondom.

Die Griechen sind Sex-Weltmeister
© sxc

Mit Spannung wurde er erwartet, nun ist er da: Der alljährliche Durex Sexual Wellbeing Global Survey. Die schlechte Nachricht: Österreich hat nicht gewonnen. Die gute: Die Alpenrepublik wurde lediglich vom neuen "Sex-Weltmeister" Griechenland geschlagen. Die Hellenen bestechen mit durchschnittlich sechs unterschiedlichen Sexualpraktiken pro Geschlechtsverkehr, die Österreicher schaffen hingegen "nur" 5,6. Am unbefriedigtsten scheinen hingegen die Japaner - sie rangieren in nahezu allen Kategorien am Tabellenende.

Kreative Österreicher
Was die Sexualpraktiken, also den Erfindungsreichtum im Bett betrifft, wiesen die Österreicher Brasilien (5,5) auf Platz drei, knapp vor der Schweiz und Südafrika (beide 5,4). Deutschland (4,8) oder die USA (4,2) hinken da schon ein wenig zurück, während Japan (2,6) und Nigeria (1,8) die Schlusslichter punkto sexueller Kreativität sind. Dennoch beklagen sich die Westafrikaner nicht: 68 Prozent gaben an, genügend Abwechslung beim Sex zu haben. Auch hier liegen die Japaner mit nur neun Prozent abgeschlagen an letzter Stelle. Mit 50 Prozent finden sich die Österreicher gemeinsam mit Deutschland und Kanada im Mittelfeld wieder.

Ausdauernde Schweizer
In der Kategorie "Vorspiel" hatten im Durex-Report die Schweizer die Nase vorn. Durchschnittlich 23,3 Minuten lassen sich die Eidgenossen Zeit, bevor sie so richtig zur Sache kommen. Anschließend "tun" sie es 18,9 Minuten lang - beides Werte, die hierzulande nicht erreicht werden. Mit 20,2 Minuten beim Vorspiel und 16,9 Minuten beim Geschlechtsakt nehmen die Österreicher aber einen Spitzenrang ein. Zumindest in Sachen Vorspiel. "Verkehrsausdauernder" sind trotz kürzerem Auftakt die Brasilianer (19,5/21,4), die Kanadier (18,8/18,4), die Deutschen (18,5/17,6), die Russen (17,7/18,2) und auch die US-Amerikaner (17,0/17,7). Nur 11,8 Minuten Vorspiel gönnt man sich in Hongkong.

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Weltweit überaus beliebt ist die Selbstbefriedigung. Besonders ehrlich scheinen dabei die Österreicher ihre Fragebögen ausgefüllt zu haben: 95 Prozent der Teilnehmer gaben an, gelegentlich zu masturbieren. Nur noch die Schweizer legen noch lieber Hand an sich selbst (96 Prozent). Sie führen mit 46 Prozent auch die Kategorie "masturbieren wöchentlich" an, gefolgt von Thailand (44 Prozent), Brasilien (43), Indien, Niederlande, Kanada und Großbritannien (41), Deutschland (40) sowie Spanien, Österreich und Singapur (39 Prozent).

Japaner verklemmt?
Als sehr gesprächig, wenn es ums Thema Sex geht, erweisen sich die Mexikaner. 80 Prozent können dort dem jeweiligen Partner ihre sexuellen Wünsche mitteilen. Etwas verschlossener zeigen sich da die Österreicher, wo sich 59 Prozent kein Blatt vor den Mund nehmen. Auch hier sind die Japaner klares Schlusslicht mit 21 Prozent.

Kondom und Pille
Kondome sind nicht nur weltweit das Verhütungsmittel Nummer eins. Auch in Österreich schwört man auf den "Gummi". Als "erschreckend" wertete Durex die Tatsache, dass 16 Prozent der international Befragten den Coitus Interruptus als Verhütung noch vor der Pille (15 Prozent) nannten. In Österreich ist die Pille mit 24 Prozent das am meisten verwendete Verhütungsmittel, gefolgt vom Kondom mit 20 Prozent.

Russen lieben Pornos
Durex wollte auch wissen, was sich denn so auf den Nachtkästchen der Welt an "Motivatoren" findet. Sieger ist eindeutig das Kondom (59 Prozent), auf den Plätzen landeten Pornografie (47 Prozent), Massageöl (35 Prozent), Gleitgele (33 Prozent), Vibratoren (21 Prozent). Was den guten alten Porno als Stimulation vor dem Sex angeht, so scheinen davon vor allem die Russen begeistert. Von St. Petersburg bis Wladiwostok bevorzugen 71 Prozent bewegte oder gedruckte Bilder mit anregenden Motiven.


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