17. März 2008 10:06

Naschen ohne Reue 

Die besten Schlank-Tipps für Ostern

Eier, deftiger Schinken und viel Süßes: Das Osterfest schlägt sich auf die Figur. Wir baten daher Experten um Tipps, wie Sie über die Feiertage in Top-Form bleiben.

Die besten Schlank-Tipps für Ostern
© sxc

Schinken, gekochte Eier und Osterpinze – schon beim Gedanke an die Osterjause läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Weniger erfreut über die deftige Nahrung ist jedoch unsere Figur. Tagelanges Schlemmen mit Verwandten und Freunden macht sich leider unweigerlich an Bauch und Hüften bemerkbar. Damit Sie Ostern dennoch in vollen Zügen genießen können, baten wir Ernährungsexpertin Mag. Ursula Umfahrer-Pirker und Fitness-Coach Susanne Tröstl um wertvolle Tipps für gesündere Feiertage: In den folgenden elf Fragen erfahren Sie, wie Sie Ihr Ostermenü mit Gemüse und Kräutern aufpeppen und den Stoffwechsel antreiben können. Und wie Sie mit einfachen Fitnessübungen zwischendurch viel für Ihre Figur tun können. Dazu: Eine Anleitung zum richtigen Kneippen in der Frühlings-Wiese. In diesem Sinne: Ein schönes, gesundes Osterfest!

Frage 1: Wie sieht eine gesunde Osterjause aus?
Ernährungsexpertin Mag. Umfahrer-Pirker rät, auf den Fettgehalt beim Osterschinken zu achten: „Suchen Sie ein mageres Stück Fleisch aus und schneiden Sie das sichtbare Fett weg.“ Knuspriges Vollkornbrot und Kren sind die ideale Ergänzung dazu – letzterer stärkt das Immunsystem und schützt vor Erkältungen. Denn: Kren enthält mehr Vitamin C als Orangen! „Werten Sie Ihre Jause mit Gemüse und Eingelegtem wie Essiggurken auf. Tipp: Statt Butter Topfenaufstrich mit frischen Frühlingskräutern auf das Jausenbrot streichen!“

Frage 2: Wie viele gekochte Eier darf man eigentlich pro Tag essen?
Die Österreicher sind eine Nation der Eieresser: Allein am Ostersonntag werden in Österreich mehr als 20 Millionen gekochte Eier verspeist. Dabei ist Vorsicht angebracht, denn ein Hühnerei enthält 200 mg Cholesterin und 6 g Fett. Umfahrer-Pirker: „Im Normalfall gilt: Vier Eier pro Woche sind okay.“ Wer sich vor und nach Ostern etwas zurückhält und sich sonst immer recht ausgewogen ernährt, darf sich aber über die Feiertage schon ein bis zwei Eier pro Tag gönnen.

Frage 3: Mit der Osterjause und dem Eierkonsum steigt der Cholesterinspiegel an. Wie kann man dem entgegenwirken?
Mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (in Pflanzenölen, Fischen, Nüssen). „Allerdings sollte man sich immer ausgewogen ernähren und nicht nur um die Osterzeit herum!“, mahnt Expertin Umfahrer.

Frage 4: Wie kann man das Ostermenü mit Beilagen bereichern? Welche Kräuter sind jetzt ideal?
Bei Kräutern gilt dasselbe wie bei Obst und Gemüse: Saisonale Produkte aus der Umgebung sind anderen vorzuziehen. Expertin Umfahrer-Pirker weiß, welche Kräuter jetzt besonders zu empfehlen sind: „Bärlauch enthält viele Schwefelverbindungen, viel Magnesium, Mangan, Vitamin C und Eisen und stärkt somit nicht nur das Immunsystem, sondern auch Haut, Haare und Nägel. Damit das Aroma und der hohe Vitamin-C-Anteil erhalten bleiben, sollte er roh gegessen werden.“ Vorsicht beim Pflücken: Einige Pflanzen (wie etwa Schneeglöckchen-Blätter!) sehen wie Bärlauch aus, sind aber hochgradig giftig. Auch Schnittlauch (stärkt das Verdauungssystem und den Kreislauf), Löwenzahn (entgiftet die Leber) und Kresse (stärkt die Immunabwehr, Top-Vitaminlieferant!) sind empfehlenswert.

Frage 5: Zu welchen Gemüsesorten sollte man jetzt greifen?
Tomaten, Paprika, Radieschen, Gurken, Karotten, Frühlingszwiebel und Kren haben jetzt Hochsaison. Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sind reich an wertvollen Ballaststoffen. Da Gemüse generell wenig Kalorien enthält, ist dieses ideal, um sich satt zu essen. Da heißt es zugreifen! Umfahrer-Pirker erklärt, wie man von Radieschen profitiert: „Sie enthalten viel Vitamin C und Kalium. Der scharfe Geschmack wird durch sekundäre Pflanzenstoffe ausgelöst. Diese beugen sogar Krebs­erkrankungen vor.“

Frage 6: Sollte man auf den Schokoladehasen besser verzichten?
„Nein. Denn er gehört genau so zu Ostern wie Ostereier“, beruhigt Ernährungscoach Ursula Umfahrer-Pirker. Ihr Tipp: Keine großen Hasen kaufen, sondern lieber kleine Häschen. Einer pro Person reicht! „Außerdem sollte man Schokolade naschen und nicht essen. Schokolade ist kein Ersatz für eine Mahlzeit.“

Frage 7: Warum ist dunkle Schokolade gesünder als Milchschokolade?
Der Anteil an Kakao ist höher. Die im Kakao enthaltenen Flavanoide verbessern den Stoffwechsel. Umfahrer-Pirker: „Dunkle Schokolade enthält zwar mehr Fett – aber auch weniger Zucker als Milchschokolade.“ Viele Kinder mögen aber den Geschmack von dunkler Schokolade nicht.

Frage 8: Kann man gesund naschen?
„Die Dosis macht es aus“, erklärt Umfahrer-Pirker. „Hin und wieder ein paar Süßigkeiten sind kein Problem, wenn die Ernährung sonst sehr ausgewogen ist.“ In Maßen genießen – lautet die Devise!

Frage 9: Wie fett ist die Osterpinze?
Der traditionelle Kuchen aus Germteig enthält über 400 Kalorien auf 100 Gramm. „Pinze ist nicht dazu geeignet, um sich satt zu essen. Wer es gerne etwas gesünder hat, sollte die Vollkornvariante wählen“, sagt Umfahrer-Pirker. Etwas weniger Kalorien haben Osterlämmchen – die mittlerweile in vielen Supermärkten angeboten werden. Zumindest, wenn diese aus Biskuitteig bestehen. Dann kommen auf 100 Gramm 320 Kalorien. „Biskuitteig ist eine relativ fettarme Kuchenteigvariante“, meint Umfahrer-Pirker.

Frage 10. Wie schaut es mit dem traditionellen Osteressen, dem Osterlamm aus?
„Lammfleisch enthält weder mehr Kalorien noch mehr Fett als andere Fleischsorten. Achten Sie auf den Fettgehalt und die Zubereitung. Lammfilet ist besser als Kotelett oder Schlögel. Wenn man dieses im Römertopf oder in Folie brät, braucht man kein Fett für die Zubereitung!“, so der Rat der Ernährungsexpertin.

Frage 11: Wie viel Sport sollte man während der Feiertage machen?
Wer sich das ganze Jahr über viel bewegt, darf auch ruhig ein paar Tage das Training ausfallen lassen. Fitness-Trainerin Susanne Tröstl weiß, wie man Sport und Feiern verbindet: „Gehen Sie zwischen den Besuchen möglichst viel zu Fuß – das summiert sich!“


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