23. Jänner 2007 11:03

Therapien 

Die besten Tipps für Ihren Rücken

Nie mehr Rückenschmerzen. Erfolgreiche Strategien und Therapien gegen das lästige Volksleiden.

Die besten Tipps für Ihren Rücken
© (c) buenos dias

Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann auch Sie an Kreuzschmerzen laborieren. Denn vier von fünf Österreichern plagt das Kreuz mit dem Kreuz. Und 40 Prozent haben sogar ein chronisches Leiden – diese dramatischen Zahlen veröffentlicht das Gesundheitsministerium.

Der Ausweg
Die gute Nachricht: Rückenschmerzen sind kein unüberwindbarer Schicksalsschlag! Meistens sind sie „hausgemacht“ und das Ergebnis von Bewegungsmangel, Übergewicht und Fehlbelastung. Der Wiener Orthopäde Dr. Michael Riedl motiviert seine Patienten: „Bewegung ist das Wichtigste, halten Sie durch – Sie spüren schon bald die Wirkung.“ Hier finden Sie die fünf besten Methoden, um Kreuzweh zu vermeiden oder los zu werden.

Pilates
Diese Mischung aus Yoga und Gymnastik soll Stars wie Madonna und Sharon Stone begeistern. Bei Pilates wird die Körperhaltung durch das Training der tiefer liegenden Muskeln gestärkt – ideal, um die Wirbelsäule zu stärken und ihr mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Bei Pilates wird viel Wert auf die richtige Atmung gelegt. Die Übungen werden konzentriert ausgeführt, um eine bessere Kontrolle über die einzelnen Muskeln zu bekommen. Das intensive Training entspannt die Seele und macht eine Top-Figur.

Rückenschule
Ziel der klassischen Rückenschule ist die Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. So werden Wirbel und Bandscheiben dauerhaft entlastet. Neben speziellen Übungen für den Rücken wird auch das Bewusstsein für gesunde Bewegungsabläufe im Alltag geschärft. Wichtige Regeln: möglichst wenig stehen, viel bewegen oder Lastenverteilung beim Tragen. So entlasten Sie den Bewegungsapparat.

Feldenkrais
Im Unterschied zur Gymnastik steht bei Feldenkrais nicht die Kräftigung der Muskeln im Vordergrund, erklärt Physiotherapeutin Renate Futterknecht: „Viele Verspannungen entstehen im Nacken und Kreuz, weil wir uns falsch bewegen. In diesem Fall müssen wir uns dessen bewusst werden, was wir falsch machen, und es dann ändern.“ In den Übungsstunden wird mit minimalen Bewegungen maximale Wirkung erzielt. Der Erfinder Moshe Feldenkrais entwickelte diese Methode, um sich nach einer Knieverletzung selbst zu helfen und wandte dafür Erkenntnisse aus dem Judosport an. In Einzel- oder Gruppenstunden erlernen die Teilnehmer ein neues Körpergefühl.

Alexander-Technik
Ähnlich wie bei Feldenkrais geht es bei der Alexander-Technik darum, nicht notwendige Spannungen im Körper zu erkennen und künftig zu vermeiden. Allerdings wird mit anderen Methoden gearbeitet, so Expertin Christina Hirt: „Bei der Alexander-Technik lernt man, vor einer Bewegung kurz inne zuhalten, zu überlegen, was man falsch macht – um sie dann richtig auszuführen.“ Der Schüler übt in den Einzelstunden alltägliche Bewegungsabläufe wie Gehen, Aufstehen oder Sitzen. Die Alexander-Technik-Lehrerin unterstützt ihn dabei. Sie legt die Hände an jene Stellen, die immer wieder falsch bewegt werden, etwa Hals und Kopf, und gibt zusätzliche Anweisungen.

Kiesertraining
Der Schweizer Werner Kieser bietet weltweit in mehr als 140 eigenen Fitness-Studios spezielles Krafttraining gegen Rückenschmerzen an. Die Idee: Durch genau eingestellte Widerstände an Geräten lassen sich bestimmte Muskelgruppen gezielt stärken. Durch dieses Krafttraining schaffen Sie sich ein natürliches Korsett, das Sie ein Leben stützt und vor Rückenschäden schützt. Laut Kieser haben 80 Prozent der Rückenschmerzen mit einer schwachen Muskulatur der Lendenwirbelsäule zu tun. Zehn Wochen Training sollen viele Beschwerden lindern, was nicht zuletzt auch mit der verbesserten Haltung zusammenhängt.

Eva Jankl, Claudia Schanza


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