27. Februar 2008 09:53

"Konsument" 

Die besten rezeptfreien Mittel bei Allergien

"Konsument" testet: Die meisten rezeptfreien Mittel sind geeignet. Rezeptpflichtige Präparate oft günstiger.

Die besten rezeptfreien Mittel bei Allergien
© apa

Der Frühling naht unausweichlich. So mancher begrüßt ihn mit einem lachenden - und einem weinenden Auge. Denn die kommenden Monate sind auch die Zeit des Pollenflugs, tränender Augen und laufender Nasen. "Konsument" hat in der aktuellen Ausgabe 16 rezeptfreie Medikamente (OTC-Präparate) auf ihre Eignung zur Anwendung bei Allergien geprüft. Das Ergebnis wird Allergiker freuen: Zwölf Mittel erwiesen sich als "geeignet", nur vier wurden als "weniger geeignet" eingestuft.

Unverträglichkeit
Allergien können von einem Tag auf den anderen auftreten. Substanzen und Stoffe sind plötzlich unverträglich, die jahrelang vom körpereigenen Immunsystem als harmlos erkannt wurden. Die steigende Zahl von Allergikern führen Experten einerseits auf eine erhöhte Umweltbelastung zurück. Gründe für eine Zunahme von Allergien können auch hinter übertriebener Hygiene stecken. Studien deuten zudem darauf hin, dass Babys, die nicht gestillt wurden, später ein erhöhtes Risiko tragen, an Allergien zu erkranken. Zu häufigen Auslösern zählen unter anderem Blütenpollen, Insektengift, Tierhaare oder Schimmelpilze.

Weniger geeignet
Als "weniger geeignete" Mittel bei Allergien erwiesen sich im Test drei äußerlich anzuwendende "Fenistil"-Produkte. Die Wirksamkeit des Wirkstoffes Dimetinden ist nicht ausreichend belegt, wobei dieser noch dazu im Verdacht steht, selbst allergische Reaktionen auszulösen. Ähnliches gilt für das ebenfalls als "weniger geeignet" beurteilte Präparat "Soventol Gel". Die getesteten Augen- und Nasentropfen sowie die Arzneimittel zum Einnehmen wurden hingegen allesamt als "geeignet" bewertet. "Konsument"-Gesundheitsexperte Thomas Tobisch: "Rezeptpflichtige Allergiemedikamente mit dem gleichen Wirkstoff und in gleicher Dosierung wie OTC-Präparate sind aber meist wesentlich günstiger als rezeptfreie Arzneimittel, manche sogar billiger als die Rezeptgebühr. Allerdings: Mittel ohne Rezeptpflicht, wie etwa der ,Cromoglin Nasenspray’, sind billiger auf Rezept erhältlich."

Allergische Symptome
Treten allergische Symptome erstmals auf, ist ein Arztbesuch anzuraten. "Konnte eine Allergie belegt werden, empfiehlt es sich, dem Allergen soweit als möglich aus dem Weg zu gehen, zum Beispiel bestimmte Nahrungsmittel zu meiden", empfiehlt Tobisch. "Auch eine Desensibilisierungstherapie stellt eine Möglichkeit dar." Eine Selbstbehandlung mit rezeptfreien Präparaten kommt wiederum dann in Frage, wenn die Beschwerden wiederholt auftreten und der Patient die auslösenden Antigene kennt. Sollten sich die Symptome innerhalb von zwei bis drei Tagen nicht bessern oder gar verschlimmern, ist ein Arztbesuch aber unausweichlich. Unter Umständen muss dann zu stärkeren, verschreibungspflichtigen Mitteln gegriffen werden.

Der März-"Konsument" gibt Auskunft zu weiteren Ergebnissen. Diese sind auch auf der Online-Plattform www.konsument.at abrufbar.


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