08. Mai 2008 10:02

Wahr oder falsch? 

Die größten Sonnenmythen

Kann man durch die Fensterscheibe braun werden? Können auch dunkle Typen einen Sonnenbrand bekommen? Sonnenmärchen unter der Lupe.

Die größten Sonnenmythen
© Getty Images

Viele Sonnenmärchen halten sich hartnäckig. Wir verraten Ihnen was hinter den Mythen rund um Sonne und Bräune steckt. Schützen Sie Ihre Haut für übermäßigem Sonnenkonsum, sonst zeigt sich der Sommer bald von seiner Schattenseite.

1. Auch hinter der Scheibe droht Sonnenbrand
Stimmt! Wer im Büro oder im Auto in der Sonne sitzt denkt nicht an Sonnencreme. Sollte er aber! Denn UV-Licht dringt auch durch Glas hundurch. Nur die aggressive UV-B-Strahlung wird von der Glasscheibe gefiltert. UV-A-Strahlen kommen durch die Scheibe durch und auch die können die Haut verbrennen.

2. Mit hohem Lichtschutzfaktor wird man nicht braun
Stimmt nicht!
Auch Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor lässt einen kleinen Teil der UV-Strahlen durch, welche die Melaninbildung anregen, wodurch die Bräune entsteht. Je langsamer sich die Haut an die Sonne gewöhnt, umso mehr Zeit bleibt ihr, den körpereigenen Schutz aufzubauen. Nicht vergessen! Langsam und schonend bräunen bedeutet auch hautgesünder bräunen.

3. Nach einer Woche Strandurlaub hat sich die Haut an die Sonne gewöhnt
Stimmt nicht! Die Haut hat erst nach etwa drei Wochen einen Eigenschutz aufgebaut, der etwa einem Lichtschutzfaktor von 12 entspricht. Also den ganzen Urlaub lang Sonnencreme verwenden!

4. Im Schatten bin ich geschützt
Stimmt nicht!
Man bräunt und rötet im Schatten zwar langsamer (und somit auch gesünder), aber auch im Schatten erreichen etwa 50 % der UV-Strahlen die Haut, denn Wasser und Sand reflektieren diese Strahlen. Auch im Schatten nicht aufs Einschmieren vergessen!

5. Wenn man sich öfter einschmiert, kann man länger in der Sonne bleiben
Stimmt nicht!
Man kann die Schutzzeit pro Tag optimieren, indem man immer wieder nachcremt (etwa alle 2 Stunden). Sonnenschutz wird durch Wasser und Schweiss abgewaschen, daher ist regelmässiges Nachcremen empfehlenswert. Aber die Schutzzeit pro Tag kann nicht verlängert werden.

6. UV-A-Strahlung schadet nicht
Stimmt nicht!
Zwar gilt UV-B-Strahlung als schädlicher, doch auch UV-A-Strahlen können die Haut verbrennen.

7. Ohne Sonnenbrand ist alles ok
Stimmt nicht!
Auch ohne Sonnenbrand schadet übermäßiger Sonnenkonsum der Haut. Langfristig kann Hautkrebs die Folge sein. Lange bevor ein Sonnenbrand sichtbar ist, wird die Haut bereits massiv geschädigt. Vorzeitige Alterung und Trockenheit ist die Folge. Also nie auf Sonnenschutz verzichten!

8. Dunkle Typen bekommen keinen Sonnenbrand
Stimmt nicht!
Dunkle Typen haben zwar einen höheren Eigenschutz, müssen sich aber wie alle andere Hauttypen vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Allerdings können sie mit dem gleichen Lichtschutzfaktor länger in der Sonne bleiben als hellere Hauttypen.

9. Im Wasser ist man sicher
Stimmt nicht!
Hier ist die Sonne sogar besonders gefährlich. Viele Lichtstrahlen (wie UV-Strahlen) gehen auch durch das Wasser. Da die Haut beim Schwimmen gekühlt wird, merkt man die Sonne erst, nachdem es meist zu spät ist.

10. Kleidung schützt vor Sonne
Stimmt teilweise!
Bestimmte UV-Strahlen dringen auch durch Textilien hindurch, insbesondere bei luftiger Sommerkleidung Bei spezieller "Sonnenschutz-Kleidung" dagegen sind die Textilien auch mit Lichtschutzsubstanzen imprägniert.

Test: Welcher Sonnenhauttyp Sind Sie? Machen Sie hier den Test!


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