08. Jänner 2008 11:31

Gewicht halten 

Endlich Nichtraucher ohne dicker zu werden

Die größte Angst vieler Raucher: Wie schaffe ich es, nach dem Aufhören nicht zuzunehmen? Die besten Tipps.

Endlich Nichtraucher ohne dicker zu werden

Viele Ex-Raucher haben Angst, dass sie nach dem Verzicht auf die geliebte Zigarette vermehrt zu Kalorienbomben greifen und dabei an Gewicht zulegen. Wir verraten Ihnen wie Sie die ärgerlichen Extra-Kilos vermeiden.

Plus: Machen Sie den großen Rauchertest! Welche Entwöhnungsmethode ist die richtige für Sie?

Schauspielerin Catherine Zeta-Jones hat es geschafft, Sängerin Sarah Connor auch und selbst ORF-Moderatorin Eva Pölzl weiß, wie es geht: Mit dem Rauchen aufhören und dennoch die Traumfigur zu halten. Ein aktuelles Buch verrät das Geheimnis: In „Stop Smoking – Stay Slim“ erklären Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm und Journalistin Jenny Levié acht einfache Grundsätze, die jederfrau helfen, Schluss mit dem Laster zu machen, ohne dabei der eigenen Linie zu schaden. Hier die Basics:

Richtig essen
Bei pflanzlichem Eiweiß (Fleisch, Fisch) und gesunden Kohlenhydraten (Hülsenfrüchte, Pilze, Kartoffeln) heißt es zugreifen. Auf Käse, Wurst und Fett sollte man genauso verzichten wie auf sehr zuckerhaltige Produkte.

Drei Mahlzeiten
Regelmäßiges Essen ist wichtig. Wann genau, bleibt aber Ihnen überlassen.

Naschen verboten
Süßes gibt es vorerst nicht. Haben Sie Lust an etwas zu knabbern, so sind Petersilie und Kaffeebohnen ideal.

Viel trinken
Zwei Liter Flüssigkeit sind wichtig, allerdings sind zuckerreiche Limonaden tabu.

Einfach ist am besten
Verzichten Sie auf Lebensmittel mit chemischen Zusätzen. Besser: Naturbelassene Produkte.

Täglich Bewegung
Sport kurbelt den Stoffwechsel an und lindert den Stress vom Aufhören!

Viel Schlaf
Sieben bis acht Stunden Schlaf entspannen und wappnen Sie gegen Rückfälle.

Belohnung
Sammeln Sie das gesparte Geld und kaufen Sie sich etwas Schönes!

Autor: Eva Jankl (ÖSTERREICH)

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Was tun bei Heißhunger?
Viele Raucher greifen zur Zigarette wenn sie der Heißhunger überfällt, was soll man da als Nichtraucher tun?
-Essen Sie Gemüse wie Radicchio, Frisée-Salat, Artischocken oder Spargel – sie vertreiben die Lust auf Süßes.
-Kauen Sie Süßholzwurzel (aus der Apotheke).
-Greifen Sie zum Kaugummi – das lenkt vom Naschen ab.
-Gönnen Sie sich ab und zu ein Stückchen Schokolade. Aber nur in kleinen Mengen.
Durchklicken! Die besten Hungerbremsen:

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Was im Restaurant bestellen?
-Bestellen Sie sich vorweg einen großen Salat und verzichten Sie auf fettiges Dressing
-Finger weg vom Brotkorb! Das sind zu viele konzentrierte Kohlenhydrate.
-Gut sind Suppen – wegen ihres hohen Flüssigkeitsgehaltes
-Verzichten Sie auf Dickmacher-Beilagen wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis
-Verzichten Sie auf helle Nudeln. Wenn schon Pasta, dann aus Vollkorn, Dinkel oder Hirse.

Was tun in der Kaffeepause?
Kaffeeduft und Rauchen gehört für viele Raucher zusammen. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, um hartnäckige Erinnerungen zu vertreiben:
-Wechseln Sie die Kaffeesorte oder steigen Sie von Kaffee auf Espresso um.
-Verändern Sie den Kaffeegeschmack mit einem Tropfen Tabasco oder ausgepresster Orange.
-Streuen Sie Kakaopulver über Ihren Cappuccino.

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Nach dem Qualmstopp passiert im Körper jede Menge.

1. Woche: Verdauung auf Sparflamme
Der Nikotinentzug legt die Verdauung lahm. Viele Ex-Raucher leiden anfangs unter heftiger Verstopfung. Dagegen hilft viel trinken. Rohes Gemüse, besonders Sauerkraut und Radieschen aktiviert den Darm, auch Senf, Ingwer und Kurkuma helfen. Finger weg von Schokolade, Schwarztee und Rotwein. Wichtig: Bewegung fördert die Verdauung.

2. Woche: Der Stoffwechsel wird lahm!
Der Grundumsatz wird jetzt ohne Nikotin träger, der Körper versucht, Energie zu sparen. Dagegen helfen Fatburner: Eiweiß heizt den Stoffwechsel so richtig an. Magerer Fisch, Fleisch und Milchprodukte gehören auf den Speiseplan. Benutzen Sie scharfe Gewürze wie Chili, Peperoni, Ingwer, Pfeffer, Meerrettich und Zwiebel. Sie regen die Durchblutung an – die Kalorien schmelzen.

3. Woche: Der Körper entgiftet
Das Nikotin ist aus dem Körper verschwunden – die "Rußspuren" brauchen länger. Bitterstoffe regen die Entgiftungsorgane Darm, Leber und Nieren an. Sie beleben und wirken straffend auf den ganzen Körper. Essen Sie Bittersalate wie Radicchio, Frisée, Chicoree. Auch Kräuter wie Thymian, Majoran, Rucola, Fenchel, Lorbeer und Rosmarin enthalten Bitterstoffe.

4. Woche: Abwehrkraft schwächelt
Jetzt bloß nicht schwach werden! Die Zellschäden werden repariert, die Speicher wieder aufgefüllt. Wichtig sind jetzt alle roten und gelben Früchte und Gemüse (Paprika, Orangen, Tomaten, Mango, Kürbis). Dazu Nüsse, Kerne und frische Kräuter! Das baut nicht nur die Abwehr auf, sondern macht fröhlich und stärkt die Nerven.

Und falls sie anfangs etwas zunehmen sollten, ist das Mehr an Gewicht für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden immer noch besser als weiter zu rauchen. Abnehmen können sie später als echter Nichtraucher immer noch.

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Buchtipp: "stop smoking stay slim", 216 Seiten (14,95 Euro) erscheint im Diana Verlag

Mehr Infos: www.rauchstopphilfe.at


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