31. Jänner 2008 08:43

Achtung 

Extremer Anstieg bei gefälschten Arzneimitteln

Potenzmittel, Hustensaft und Anti-Baby-Pille gefälscht aus dem Internet: Gesundheitsrisiken drohen!

Extremer Anstieg bei gefälschten Arzneimitteln
© sxc

Illegaler Vertrieb und Produktpiraterie bei Arzneimitteln sind auch in Österreich auf dem Vormarsch. Laut dem Österreichischen Apothekerverband zeigen das aktuelle Statistiken. Die Zahl der Medikamentenfälschungen in Österreich hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf das 3.000-Fache erhöht, verlautbarte demnach das zuständige Finanzministerium. Allein für gefälschte Potenzmittel sind im Vorjahr 20 Millionen Euro auf dem Schwarzmarkt ausgegeben worden. Bei nur einer einzigen Razzia hätten Zollfahnder vor kurzem 30.000 gefälschte Pillen aus dem Verkehr gezogen.

Gefährlich
"Diese Entwicklung ist nicht nur eine Bedrohung für den fairen Wettbewerb und den Arbeitsmarkt, sondern auch gesundheits- und lebensbedrohlich für viele Österreicher", unterstrich der Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes, Friedemann Bachleitner-Hofmann, bei einer Tagung in Anif bei Salzburg.

Keine Konsumgüter
"Die beste Antwort auf illegale Vertriebswege bei Medikamenten ist eine Stärkung der bestehenden Vertriebsstrukturen von der Industrie über den Großhandel zu den Apotheken. Wer diese Kette lockert oder liberalisiert, gefährdet die Gesundheit der Menschen", so Bachleitner. Arzneimittel seien keine Konsumgüter, sondern besondere Waren. Der Internet-Handel von Medikamenten sei in Österreich aus gutem Grund verboten. Sie würden auch zumeist sofort benötigt, was den Postweg ausschließe.


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