17. September 2008 10:50

Umfrage zeigt 

Alltag stresst Frauen

Alltagsstress: Frauen verspüren innere Unruhe und Gereiztheit durch erhöhte Belastung.

Alltag stresst Frauen
© Getty Images

47 Prozent der Frauen meinen, dass ihr Geschlecht eindeutig einer erhöhten Belastung im Alltag ausgesetzt ist, weitere 35 Prozent glauben, dass das "eher" schon so ist. Das ergab eine unter 1.032 Österreichern durchgeführte repräsentative Imas-Umfrage im Auftrag des österreichischen Arzneimittelherstellers Apomedica. Nur zwölf Prozent der Frauen sind demnach der Ansicht, dass es solche höhere Belastung nicht gibt.

Wienerinnen besonders betroffen
Besonders stark ist diese Empfindung laut den Ergebnissen der Umfrage mit 85 Prozent unter der weiblichen Landbevölkerung und unter den Wienerinnen mit 84 Prozent. Leicht komfortabler lebt es sich offenbar in den Landeshauptstädten, wo 73 Prozent der Frauen eine erhöhte Belastung empfinden. Überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist dieses Gefühl bei den 30-bis 49-Jährigen.

Männer sehen die Sache offenbar etwas anders: 16 Prozent der Befragten meinten, dass Frauen eindeutig, weitere 46 Prozent, dass sie eher einer höheren Belastung ausgesetzt sind. 26 Prozent gehen von keiner höheren Belastung aus.

Familie und Beruf
"Die Hauptgründe einer erhöhten Belastung von Frauen sind Familie und Beruf, die finanzielle Notwendigkeit, arbeiten zu gehen, und die Tatsache, dass es immer mehr allein erziehende Mütter gibt", sagte Apomedica-Geschäftsführerin Ruth Fischer. Jeweils mehr als ein Drittel der Frauen zählt zu den Gründen die Pflege älterer Angehöriger, mangelndes Verständnis des Arbeitgebers und unzureichende Kinderbetreuungseinrichtungen. Darüber hinaus gibt es psychologische Ursachen, etwa, nicht "nein" sagen zu können oder sozialer Druck durch sogenannte Superfrauen, die den Alltag mit links bewältigen.

Gereizt und unruhig
"47 Prozent der Frauen, die bereits Auswirkungen einer erhöhten Belastung verspürt haben, klagen über innere Unruhe und Gereiztheit", berichtete Fischer. Weitere "Nebenwirkungen": Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen und Erschöpfungszustände. Was dagegen hilft: gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung, zusätzlich können pflanzliche Wirkstoffe wie zum Beispiel die in der Passionsblume enthaltenen Flavonoide nützen, die zur Entspannung beitragen. "Mit einer strengen Diät und striktem Trainingsplan kann der Schuss nach hinten losgehen, man fühlt sich nur noch mehr unter Druck gesetzt", warnte Fischer.


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