06. Juni 2008 08:49

Studie zeigt 

Feinstaub erhöht Schlaganfall-Risiko

US-Studie zeigt Zusammenhang zwischen Feinstaub und Schlaganfall. Wirkung tritt offenbar schon binnen Stunden ein.

Feinstaub erhöht Schlaganfall-Risiko
© Photos.com

Die Belastung der Luft mit Feinstaub erhöht das Risiko für einen Schlaganfall offenbar schon binnen Stunden. Eine US-Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen der täglichen Feinstaubbelastung und der Häufigkeit von ischämischen Schlaganfällen und deren leichterer Form, der sogenannten transitorisch ischämischen Attacke (TIA).

Blutgerinnsel
Beide Probleme entstehen, wenn der Blutfluss im Gehirn durch ein Blutgerinnsel blockiert wird. Die Mediziner um Lynda Lisabeth von der Universität von Michigan in Ann Arbor glichen im Südosten von Texas über einen Zeitraum von vier Jahren die tägliche Feinstaubbelastung der Außenluft mit der Zahl von ischämischen Schlaganfällen und transitorisch ischämischer Attacken ab.

Ozon und Feinstaub
Stieg die Feinstaubkonzentration, so nahm noch am gleichen Tag sowie am Folgetag auch die Zahl solcher Schlaganfälle zu, wie die Forscher in der Zeitschrift "Annals of Neurology" berichten. Eine ähnliche Reaktion beobachteten die Wissenschaftler ebenfalls bei hohen Ozonwerten.

Blut verdickt
Feinstaub wird vom Körper über die Lunge aufgenommen. Die Mediziner vermuten, dass sich die Blutgefäße als Reaktion auf die winzigen Partikel zusammenziehen, was den Blutfluss stört. Gleichzeitig wird das Blut verdickt, womit das Risiko für die Entstehung von Gerinnseln steigt. Lisabeth betont, dass die untersuchte Gegend um die Stadt Corpus Christi im Vergleich zu vielen anderen Regionen der USA relativ wenig mit Feinstaub belastet ist.


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