27. Mai 2009 11:03

"Konsument"-Test 

Fieberblasen-Cremes helfen nicht

Alle Produkte wenig geeignet. Fieberblasen medikamentös nicht heilbar.

Fieberblasen-Cremes helfen nicht
© sxc

Etwa neun von zehn Personen haben das Virus Herpex simplex labialis im Blut. Rund ein Drittel davon wird mehr oder weniger regelmäßig von Fieberblasen geplagt, wobei die Auslöser mannigfaltig sein können. "Konsument" hat sieben rezeptfrei erhältliche Mittel zur Behandlung von Fieberblasen getestet. Fazit: Sämtliche Präparate sind zur Behandlung von Beschwerden bei Lippenherpes wenig geeignet.

Auslöser
Auslöser für Fieberblasen können unter anderem bestimmte Reize wie fieberhafte Erkrankungen, intensive Sonnenbestrahlung, zahnärztliche Eingriffe, Lebensmittelallergien oder psychischer Stress sein. So unangenehm Lippenherpes auch sein mag, in der Regel sind damit keine schwerwiegenden Komplikationen verbunden. Bei Patienten mit stark beeinträchtigtem Immunsystem kann es jedoch zu einer gefährlichen Ausbreitung, bis hin zur Hirnhaut- oder Lungenentzündung kommen.

Mittel wenig geeignet
"Konsument" hat insgesamt sieben rezeptfreie Mittel zur Behandlung von Fieberblasen getestet. Darunter fünf Präparate mit dem antiviralen Wirkstoff Aciclovir. Diese können die Dauer einer Erkrankung mit Bläschen und Krusten im Vergleich zu wirkstofffreien Placebos aber nicht verkürzen und werden daher als wenig geeignet eingestuft. Nicht besser schneiden die beiden anderen getesteten Präparate ab, das Widmer Lipactin Gel, das auf einer Wirkstoffkombination aus Zinksulfat und Heparin basiert sowie das pflanzliche Präparat Lomaherpan Fieberblasencreme. Die Kosten für die Präparate (jeweils kleinste Packungsgröße) bewegen sich zwischen fünf und rund acht Euro.

Spülen mit Salbeitee
"Bei Bläschen auf der Mundschleimhaut kann das Spülen mit Salbeitee ein wenig Linderung verschaffen", informiert "Konsument"-Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak. "Eine Vorbeugung ist aber kaum möglich. Empfindliche Personen sollten allerdings Lippen und Mundregion mit einem Sonnenschutzmittel vor UV-Strahlung schützen. Dauert die Erkrankung länger als zehn Tage an, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden."

Die Testergebnisse gibt es ab dem 28.5. im Juni-"Konsument" sowie ab sofort auf www.konsument.at


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