07. Dezember 2007 10:21

Für immer jung 

Forscher stoppen Alterungsgen

Der Traum von ewig glatter Haut könnte wahr werden: Forscher entdecken Methode zur Hautverjüngung.

Forscher stoppen Alterungsgen
© sxc

Der Traum von der ewig glatten Haut könnte eines Tages doch wahr werden. Das jedenfalls scheint eine Studie von US-Forschern zu versprechen, die durch genetische Manipulation die Haut von Mäusen innerhalb von zwei Wochen verjüngten. Dazu züchteten sie Mäuse mit einem schadhaften Gen, das "ausgeschaltet" wurde. Obwohl die Methode noch lange nicht auf Menschen übertragen werden kann, birgt sie doch die Hoffnung, dass mit ihr eines Tages altersbedingte Krankheiten und Verletzungen geheilt werden können.

Alterungsprozess umkehren
"Frühere Arbeiten zeigten, dass drastische Maßnahmen wie eine Hungerkur oder die Koppelung von alten mit jungen Tieren den Alterungsprozess umkehren können", sagte der Leiter des Forscherteams, Howard Chang von der Stanford Universität in Kalifornien. "Wir haben gezeigt, dass die Alterung einer Maus durch das Ausschalten eines einzigen Gens umgedreht werden kann", sagte Chang. Damit sei bewiesen, dass Altern nicht nur eine Folge der Abnutzung des Organismus sei, sondern "auch die Folge eines ständig aktiven genetischen Programms, das zur Verbesserung der Gesundheit ausgeschaltet werden kann".

Noch ein weiter Weg
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. An den genetisch manipulierten Mäusen arbeiteten die Forscher mit einer Salbe, die auf Teile des Körpers aufgetragen wurde und Wirkstoffe enthielt, die zusammen mit dem blockierten Gen den Alterungsprozess rückgängig machte. Bei den Mäusen konnten die Wissenschaftler das Gen im übrigen in ausgewählten Teilen des Organismus ausschalten. Dieses Vorgehen sei entscheidend, warnte Chang, da das Altersgen NF-eB auch für das Immunsystem und andere Zellfunktionen zuständig sei. Würde es komplett ausgeschaltet, drohe der Patient zu sterben.

Traum geplatzt
"Ich hoffe nur nicht, dass mich jetzt jede Menge Leute anrufen, um ihr Gesicht von mir verjüngen zu lassen", ließ Chang jegliche kurzfristige Hoffnung auf ewige Jugend platzen. Die Studie soll am 15. Dezember in der Fachzeitschrift "Genes and Development" erscheinen.


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