22. Mai 2009 10:25

Studie zeigt 

Frauen empfindlicher auf Tabakrauch

Werden früher bei schon geringem Zigarettenkonsum krank.

Frauen empfindlicher auf Tabakrauch
© sxc

Frauen reagieren auf Tabakrauch wesentlich empfindlicher als Männer. Raucherinnen entwickeln vergleichsweise eher Erkrankungen bei relativ geringem Zigarettenkonsum und schon in früherem Alter, wie einer norwegische Studie ergab. "Das war vorher schon vermutet, aber nicht bewiesen worden", sagte Cecilie Soerheim von der norwegischen Universität Bergen.

COPD
Die Forscherin verglich knapp 1.000 Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit ähnlich vielen gesunden Menschen. Sämtliche Teilnehmer waren entweder Raucher oder Exraucher. Auf den ersten Blick fielen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in Bezug auf Lungenfunktion oder Erkrankungsgrad auf.

Empfindlicher
Aber die Analyse der Daten enthüllte, dass die Frauen jünger waren und weniger geraucht hatten als die Männer. Gerade auf geringe Tabakmengen reagierten Frauen wesentlich empfindlicher, wie Soerheim auf einem Kongress in San Diego berichtete. Dazu trage möglicherweise die Anatomie bei. "Frauen haben kleinere Luftwege, deshalb kann jede Zigarette mehr Schaden anrichten", sagte sie. "Und es gibt auch Geschlechtsunterschiede beim Stoffwechsel von Zigarettenrauch. Auch Gene und Hormone können wichtig sein." Die Studie zeige eindeutig, dass es einen unbedenklichen Tabakkonsum gerade für Frauen nicht gebe.


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