27. Jänner 2010 09:16

Bakterien 

Wenn Duschen krank macht

In und auf den Duschköpfen können gefährliche Bakterien lauern und Pneumonien auslösen.

Wenn Duschen krank macht
© Getty Images

Alarm. Duschen sollte der Hygiene dienen. Doch statt Keime und Bakterien loszuwerden, kann man sie im Bad auch einfangen. Die gefährlichen Untermieter lauern vor allem auf Duschköpfen, wie US-Wissenschaftler der Universität Colorado in Boulder herausfanden. 30 Prozent der Brausen, die gründlich untersucht wurden, enthielten den Erreger „Mycobacterium avium“.

Diese Bakterien fühlen sich in der warmen und feuchten Umgebung im Inneren der Armaturen besonders wohl. Gefährlich werden können sie vor allem Menschen mit einer geschwächten Abwehr, bei denen sie Lungenerkrankungen auslösen können.

Kein Chlor
Achtung: Wer sein Bad mit Chlormitteln keimfrei poliert, züchtet diese Bakterienart erst recht. Bei Tests zeigte sich, dass der Behandlung mit Bleichmitteln die Bakterienmenge um das Dreifache erhöht war. Die Wissenschaftler raten daher, Duschköpfe nicht mit Chlor zu desinfizieren und Metall-Brausen statt Duschköpfe aus Plastik zu installieren. Und: Das Wasser beim Duschen kurz rinnen lassen, bevor man es auf den Körper richtet.

Gefährlich
Auch Legionellen, die Auslöser der „Legionärskrankheit“ mit Lungenentzündung, tummeln sich bevorzugt in der Dusche. Da die Keime bei 65 bis 70 Grad Celsius abgetötet werden, ist eine regelmäßige zeitweise Erhöhung der Wassertemperatur die beste Vorsorgemaßnahme.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare