23. April 2010 11:14

Gefährlich 

Gegrilltes Fleisch steigert Krebsrisiko

Doppelte Gefahr bei stark gegrilltem Rindersteak oder Schweinekotelett.

Gegrilltes Fleisch steigert Krebsrisiko
© sxc

Schlechte Nachrichten zum Start der Grillsaison: Der Konsum von großen Mengen an rotem Fleisch - also Rind, Schwein, Ziege oder Schaf - steigert das Risiko für Blasenkrebs um fast die Hälfte. Dies zeigt eine Studie der Universität von Texas. Noch stärker gefährdet sind demnach jene Menschen, die das Fleisch gerne gut durchgebraten essen, wie etwa beim Grillen.

Rotes Fleisch
Der Vergleich von 880 Blasenkrebs-Patienten mit ähnlich vielen gesunden Menschen gleichen Alters und Geschlechts ergab, dass ein massiver Konsum von rotem Fleisch das Risiko im Vergleich zu geringem Verzehr um knapp die Hälfte steigert. Dies galt vor allem für Rindersteaks, Schweinekoteletts und Speck.

Verdoppeltes Risiko
Wer sein Fleisch gerne gut durchgebraten verspeiste, hatte im Vergleich zu jenen Menschen, die es weniger gar bevorzugten, sogar ein fast verdoppeltes Risiko, wie die Forscher auf einem Krebskongress in Washington berichteten. Verantwortlich dafür sind vor allem die sogenannten heterozyklischen Amine (HCAs). Diese entstehen durch die Reaktion zwischen Aminosäuren und dem Eiweiß Kreatin, das in den Muskeln der Tiere gespeichert ist. Bisher sind 17 HCAs bekannt, die das Krebsrisiko steigern.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |