01. Juni 2008 12:25

Gefährliches Bad 

Gehirnfressende Bakterien in warmen Seen

Im Jahr 2007 starben sechs junge Männer, nachdem sie in warmen Seen oder Pools geschwommen sind. Das Wasser war mit Bakterien verseucht.

Gehirnfressende Bakterien in warmen Seen
© Thomas Leitner

Das CDC, Center for Disease Control, warnt vor gehirnfressenden Bakterien. Die Naegleria fowleri genannten Bakterien sind in warmen Gewässern auf der ganzen Welt zu finden. Entdeckt wurden sie in den USA. In Florida, Texas und Arizona starben im vergangenen Jahr sechs Männer durch die Bakterien.

Wieso nur sechs Menschen durch die Naegleria Fowleri starben und sich nicht alle, die in den Gewässer geschwommen sind, damit infiziert haben, ist derzeit noch fraglich, so CDC-Experte Jonathan Yoder. An un für sich ist der Mensch ein Störenfried in der Umgebung der Bakterien. Aber wenn sie einen so gemütlich, warmen Platz, wie z.B. die Nase eines Menschen finden, nisten sie sich ein und suchen nach Nahrung. Und deren bevorzugte Nahrung ist das menschliche Gehirn. Über die Nervenstränge kommen die Bakterien von der Nase ins Gehirn.

Der Tod tritt sieben bis zehn Tage nach der Infektion ein. Wenn erste Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber oder Erbrechen eintreten, ist es oft schon zu spät.

Das Leiden, das von den Bakterien ausgelöst wird, wird PAM genannt - Primary Amoebic Meningoencephalitis. derzeit sind acht Fälle von Menschen bekannt, die PAM überlebt haben. Sie mussten mit starken Medikamenten kurz nach dem Auftreten der ersten Symbole behandelt werden.

Dennoch sollte keine Panik ausbrechen. Aber die Experten wollen ein Bewusstsein schaffen, dass es gefährlich sein kann, in warmem Wasser zu schwimmen. Sie empfehlen einen Nasenclip zu benutzen, damit kein Wasser und damit auch keine Bakterien in die Nase gelangen können.

Seit 1937 sind nur 121 Fälle weltweit bekannt geworden, 16 davon in Tschechien.


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