17. Juli 2009 10:38

Wahr oder falsch? 

Gelsen-Mythen unter der Lupe

Zieht süßes Blut Gelsen an? Die wichtigsten Antworten zum Thema.

Gelsen-Mythen unter der Lupe
© sxc

Gelsen stechen immer den mit dem süßesten Blut, sie können nicht bis in den 8. Stock fliegen und sie können AIDS übertragen. Zum Thema Gelsenstiche gibt es viele Unwahrheiten. Wir haben die wichtigsten Fragen unter die Lupe genommen.

1. "Gelsen stechen lieber Menschen mit süßem Blut"
Stimmt nicht! Gelsen bevorzugen zwar den einen mehr als den anderen, das liegt aber nicht am "süßem Blut", sondern an der ganz persönlichen Duftnote. Die Mischung aus Milch- und Fettsäuren, die mit dem Schweiß abgesondert wird, spielt eine wichtige Rolle.

2. "Gelsen können AIDS übertragen"
Stimmt nicht! Wenn Gelsen einen infizierten Menschen gestochen haben, können Sie eine zweite Person nicht anstecken. Das Blut fließt durch ihren Rüssel nur in eine Richtung – in den Magen.

3. "Gelsen bevorzugen dunkle Kleidung"
Stimmt! Wenn Sie bei der nächsten Grillparty zu heller Kleidung greifen, werden Sie bestimmt weniger attackiert.

4. "Lavendelöl hält Gelsen fern"
Stimmt! Tupfen Sie statt einem blumigen Parfum ein paar Tropfen Lavendelöl (auch Nelkenöl hilft) in Ihre Armbeugen und Kniekehlen und die Quälgeister suchen sich lieber ein anderes Opfer.

5. "Die Reaktionen auf Gelsenstiche werden immer schlimmer"
Stimmt nicht! Es gibt zwar immer wieder Häufungen von schwereren Reaktionen. Aus Sicht des Experten ist das aber eher ein jahreszeitliches Phänomen. Insgesamt sind die Folgen von Insektenstichen heute nicht schlimmer als vor 10 oder 15 Jahren. Es liegt also nicht an den Umweltgiften, von denen die Insekten heute angeblich viel mehr mit sich rumtragen als früher.

6. "In den Bergen ist man vor Gelsen sicher"
Stimmt! Über 800 bis 1.000 Metern Meereshöhe ist Schluss mit den lästigen Saugern. Im 8. Stock eines Wohnhauses sind Sie hingegen nicht vor den Biestern sicher.


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