07. Dezember 2007 11:08

VKI-Test 

Gift in Spielzeug

Nur vier von 27 untersuchten Prokuten sind unbelastet. Schwermetalle und PVC gefunden.

Gift in Spielzeug
© sxc

Nach mehreren Rückrufaktionen in den vergangenen Monaten hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) selbst Spielzeug getestet und nach eigenen Angaben unter 27 Produkten und deren Verpackungen nur vier gefunden, die frei von Schwermetallen und PVC waren. Zwei besonders problematische Artikel enthielten beträchtliche Mengen an Blei-Chromat, teilte der VKI am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Krebserregend
Blei-Chromat gilt als krebserzeugend und erbgutschädigend. Bei den beiden Produkten handelt es sich nach Angaben der Konsumentenschützer um das "Angel Spiel" von KIK und die Schwimmente von "bieco". Blei sei in sieben weiteren Produkten nachgewiesen worden, darunter so bekannte Markennamen wie "Barbie" oder "Vtech Baby".

Gesundheitsschädlich
Ebenso fehl am Platz wie Schwermetalle sei der häufig verwendete Kunststoff PVC, erklärte der VKI. Die zugesetzten Weichmacher enthalten üblicherweise Phtalate, die ebenfalls die Gesundheit schädigen können. Einige davon sind bereits EU-weit verboten. Die Tester fanden zehn Produkte mit PVC im Spielzeug selbst und - teilweise überschneidend - 16 Produkte mit PVC in der Verpackung.

Diese Produkte sind unbedenklich
Nur in vier der getesteten Spielzeugartikel für Babys und Kleinkinder seien weder Blei, Chrom, Chromat noch PVC im Produkt oder in der Verpackung nachgewiesen worden: "Mini Vehicle" von E.BO Toys, "Tekma X-Battle" von KIK, "Werkzeug Truck" von KIK sowie "Just like home - mein Teeset" von Toys"R"Us. "Auf den Preis oder die Marke können sich Konsumenten beim Kauf leider ebenso wenig verlassen wie auf die üblicherweise vorhandene CE-Kennzeichnung", erklärte "Konsument"-Experte Konrad Brunnhofer. Er sieht dringenden Handlungsbedarf bei den Herstellern.


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