05. Dezember 2008 10:12

Studie zeigt 

Glück ist ansteckend

Wissenschaftler nennen die Ergebnisse "bahnbrechend". Welchen Einfluss die Personen in Ihrem Umfeld auf Ihr Glück haben.

Glück ist ansteckend
© sxc
Glück ist ansteckend
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Glück ist ansteckend und kann sich unter Freunden und Verwandten wellenartig weiterverbreiten. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie von US-Forschern, die im "British Medical Journal" erscheint. Durch diesen Effekt entstehen Ansammlungen von glücklichen oder unglücklichen Menschen in bestimmten geographischen Gebieten oder sozialen Gruppen. Dies zeige, dass Menschen nicht nur selbst für ihre Zufriedenheit verantwortlich seien, erklärten die Forscher. Vielmehr sei das Glück und der gesundheitliche Zustand einer Person von deren Umfeld abhängig.

Glück beeinflussen
Während die Launen der Arbeitskollegen offenbar keine Auswirkungen auf den eigenen Gefühlszustand haben, können Nachbarn und Freunde das Glück eines Menschen erheblich beeinflussen. Zudem ist die geographische Nähe wichtig: So ist die Wahrscheinlichkeit für einen Menschen, glücklich zu sein, um 25 Prozent größer, wenn ein glücklicher Freund weniger als 1,6 Kilometer weit weg wohnt. Glückliche Nachbarn erhöhen die Wahrscheinlichkeit um 34 Prozent, in der Nähe lebende glückliche Geschwister um 14 Prozent, ein glücklicher Partner allerdings nur um acht Prozent.

Soziale Weitergabe
In einem Geleitwort zu der Studie erklären die Professoren Andrew Steptoe vom Londoner University College und Ana Diez Roux von der Universität Michigan, die Ergebnisse seien "bahnbrechend". "Wenn Glück tatsächlich über soziale Verbindungen weitergegeben wird, könnte das indirekt zur sozialen Weitergabe von Gesundheit beitragen. Das hätte erhebliche Auswirkungen auf die Krankenversicherung", erklärten die Wissenschaftler.

Untersuchung
Autoren der Studie sind die Professoren Nicholas Christakis von der Harvard Medical School und James Fowler von der University of California in San Diego. Zwischen 1971 und 2003 untersuchten die Forscher das soziale Gefüge und den Gefühlszustand von mehr als 5.000 Erwachsenen zwischen 21 und 70 Jahren.


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