19. März 2008 11:06

Greenpeace 

Greifen Sie zu Bio-Eiern

Konventionelle Ostereier enthalten problematischen Farbstoff-Cocktail.

Greifen Sie zu Bio-Eiern
© sxc

Eine Marktanalyse des Greenpeace-Einkaufsratgebers marktcheck.at hat ergeben, dass ausschließlich Ostereier aus biologischer Landwirtschaft bei Ökologie und Tierschutz mit "Hervorragend" oder "Gut" abschneiden. Alle anderen, das sind 20 von 25 Ostereier-Produkten, erzielen bei der Kategorie Ökologie nur "Ungenügend". Denn bei allen untersuchten konventionellen Farbeiern wird der gesundheitlich bedenkliche Farbstoff Erythrosin zum Rotfärben eingesetzt. Erfreulich ist hingegen die Bilanz bei Gentechnik: Nur rund 30 Prozent der untersuchten Produkte stammen von Hennen, die mit Gentech-Tierfutter gefüttert wurden. Auch bei Tierschutz ist die Bilanz besser als im Vorjahr, denn kein einziges Produkt stammt von Hennen aus Käfighaltung.

Unbedenkliche Eier
Seit drei Jahren nimmt marktcheck.at Ostereier unter die Lupe und heuer kann erstmals eine Kaufempfehlung abgegeben werden. "Wer gefärbte Ostereier kaufen möchte sollte ausschließlich zu jenen aus biologischer Landwirtschaft greifen, denn nur diese sind gesundheitlich sowie ökologisch unbedenklich und die Hennen werden artgerecht gehalten", empfiehlt die Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Seit heuer dürfen für das Färben von Bio-Ostereiern in Österreich nur noch unbedenkliche Farbstoffe eingesetzt werden. "Leider gilt dies nicht für konventionelle Eier, die immer noch mit höchst problematischen Stoffen gefärbt werden. Wir erwarten von Handel und Herstellern, dass auch konventionelle Ostereier in Zukunft nicht mehr mit Substanzen gefärbt werden, die die Gesundheit von Konsumenten und ihren Kindern gefährden. Genügend alternative Farbstoffe sind jedenfalls vorhanden."

Allergien und Nierenschäden
In allen konventionellen Ostereier-Produkten wird zum Rotfärben der Farbstoff Erythrosin eingesetzt. Diese Substanz kann die Nieren schädigen, Allergien auslösen und steht im Verdacht an der Ausbildung psychischer Verhaltensstörungen bei Kindern wie das hyperkinetische Syndrom beteiligt zu sein. Manche Produkte enthalten bis zu vier problematische Farbstoffe, die ähnliche Auswirkungen haben beziehungsweise Hautreaktionen oder Asthma auslösen können. Zwei dieser Substanzen sind in den USA für Lebensmittelbereich verboten.

Die gesammelten Ergebnisse sind im Internet auf www.marktcheck.at nachzulesen: Drei von fünfundzwanzig getesteten Produkten schnitten bei Ökologie mit "Hervorragend" ab, zwei Produkte erzielten ein "Gut". Beim Tierschutz gibt es immerhin fünf Produkte, die mit "Hervorragend" und zwei, die mit "Gut" bewertet werden konnten.

Die Liste der untersuchten Produkte zur Nachlese im Internet: http://marktcheck.greenpeace.at/osterei


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