06. Juli 2010 09:05

Getestet 

Grillfleisch schneidet gut ab

Supermärkte unter Lupe genommen. "Keine eklatant schlechten Proben".

Grillfleisch schneidet gut ab
© sxc

Ein gutes Zeugnis stellt die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich heuer dem Grillfleisch aus: Beim diesjährigen Test war die Qualität weit höher als 2009. Es gab keine "eklatant schlechten Proben", so AK-Präsident Johann Kalliauer. Offenbar sei es besser gelungen, die Kühlkette beizubehalten,

"Einwandfrei"
Am 14. Juni haben die Tester 19 Proben von gewürztem Grillgut in Linzer Märkten gezogen. Sofort nach dem Kauf wurde das Fleisch in Kühlboxen verstaut und ins Labor gebracht. Am augenfälligsten war die Qualitätsverbesserung bei den Cevapcici: Während im Vorjahr 40 Prozent als nicht für den menschlichen Verzehr geeignet und weitere 40 Prozent sogar als gesundheitsschädlich eingestuft worden waren, traf das heuer auf keine einzige Probe zu. 67 Prozent wurden als "einwandfrei" (2009: 20 Prozent) bewertet, 33 Prozent als wertgemindert. Das bedeutet, dass das Produkt entweder sensorisch beeinträchtigt ist oder eine erhöhte Keimzahl, die allerdings unter dem Grenzwert liegt, aufweist.

Gutes Rindfleisch
Ebenfalls verbessert hat sich die Qualität beim Rindfleisch: Waren im Vorjahr 67 Prozent für den Verzehr ungeeignet und nur 33 Prozent einwandfrei, wurden heuer 67 Prozent als einwandfrei und 33 Prozent als wertgemindert beurteilt. Beim Schweinefleisch stieg der Anteil der Top-Bewertung von 57 auf 60 Prozent, 40 Prozent waren wertgemindert. Keine einzige Probe war genussuntauglich (2009: 29 Prozent).

Der Handel habe "großes Bemühen" gezeigt, die Qualität zu verbessern, und auch Druck auf die Erzeuger ausgeübt, so Rathwallner. "Das Ergebnis ist erfreulich." Kritik übt er noch an "unrealistischen Aufbrauchfristen". Beispielsweise sei bei einer Probe eine Haltbarkeit von elf Tagen angegeben gewesen. Das sei in den meisten Haushaltskühlschränken einfach nicht möglich. Sollte man verdorbenes Fleisch gekauft haben, rät der Konsumentenschützer, es zurückzubringen und zumindest einen Gutschein zu verlangen. Die meisten Handelsketten würden es anstandslos austauschen, erklärte Rathwallner.


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