06. Februar 2009 10:09

Studie zeigt 

Grüntee schwächt Wirkung von Krebsmitteln

Grüntee kann Effekt von Krebsmitteln schwächen. Wirkstoff Bortezomib betroffen.

Grüntee schwächt Wirkung von Krebsmitteln
© sxc
Grüntee schwächt Wirkung von Krebsmitteln
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Grüntee-Präparate können die Wirkung mancher Krebsmedikamente blockieren. Ein Inhaltstoff des Pflanzenmittels verhindert, dass der Wirkstoff Bortezomib, der etwa gegen das Multiple Myelom oder manche Hirntumoren eingesetzt wird, die Tumorzellen abtöten kann.

Wirkung beeinflusst
"Wir wissen, dass Krebspatienten neben anderen natürlichen Mitteln auch Grünteeextrakte nutzen", sagt Axel Schönthal von der Universität von Südkalifornien. Daher untersuchte der Forscher, wie das in grünem Tee enthaltene Polyphenol EGCG die Wirkung des Arzneimittels beeinflusst. Sowohl in Zellkulturen als auch in Mäusen blockierte der Stoff den Effekt der Arznei auf Tumorzellen.

Fast 100 Prozent der Krebszellen seien intakt geblieben, berichtet Schönthal im Fachblatt "Blood". Diese Wirkung trat schon bei EGCG-Konzentrationen auf, die Menschen durchaus mit Ergänzungspräparaten erreichen können.

Wirkstoff Bortezomib betroffen
Diese schwächende Wirkung führen die Forscher darauf zurück, dass das Präparat Bortezomib auf Boronsäure basiert. Bei dem ähnlich wirkenden Mittel Nelfinavir, das keine Boronsäure enthält, blieb der Grüntee-Extrakt dagegen folgenlos. "Die gegenwärtige Datenlage ist ausreichend, um Patienten, die Bortezomib nehmen, dringend davon abzuraten, Grünteeprodukte zu konsumieren", sagt Schönthal.

Foto: (c)sxc


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