24. Juni 2009 12:20

Hämorrhoiden 

Leiden in der Tabuzone

Jeder Dritte ist bereits davon betroffen: Hämorrhoiden sind ein weit verbreitetes Tabu. Neues Mittel lindert Qualen.

Leiden in der Tabuzone
© Getty Images

Eigentlich hat sie jeder. Doch für jeden Dritten sind sie eine Qual: Hämorrhoiden bilden einen Gefäßpolster aus Venen und Arterien, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind. Sie sorgen für die Feinabdichtung des Enddarms. Entdeckt werden sie erst, wenn sie sich vergrößern und dann Beschwerden verursachen. Wie auch bei Venenleiden sind Bindegewebsschwäche und sitzende Tätigkeit die Ursache der krankhaften Gefäßveränderung.

Beschwerden
Meistens machen sich krankhaft veränderte Hämorrhoiden zuerst als Juckreiz und Brennen bemerkbar. Im fortgeschrittenen Stadium können Blutungen und Exzeme am After auftreten.

Die Zivilisationskrankheit – jeder Zweite über 30 hat ab und zu damit zu tun – ist ein Tabu-Thema. Doch Vorbeugung und Therapie sind heute möglich.

Was hilft?
Übergewicht und langes Sitzen sind schädlich für alle Gefäße. Die besten Strategien zur Vorbeugung: Regelmäßige Bewegung, täglich zwei bis drei Liter Wasser trinken und auf regelmäßige Verdauung achten. Sowohl Verstopfung als auch Durchfall schädigen den Enddarm.

Gegen die Beschwerden helfen spezielle Salben, die den Juckreiz lindern. Erstmals gibt es auch homöopathische Tropfen, die die Gefäße abdichten und so Hämorrhoiden von innen bekämpfen (Hämex).


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