25. September 2007 11:22

AUVA-Studie 

Handys können Krebsrisiko erhöhen

Die elektromagnetischen Felder der Mobiltelefone führen zu DNA-Brüchen. Das zeigt eine Studie der AUVA.

Handys können Krebsrisiko erhöhen
© sxc

Neue Studie in Sachen Handynutzung: Bei einem Forschungsprojekt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt wurde untersucht, ob die elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen auch unterhalb der geltenden Grenzwerte Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Aufgrund gefundener DNA-Brüche könne es auf lange Sicht ein erhöhtes Krebsrisiko geben. Eine akute und kurzfristige Gesundheitsgefahr gibt es laut Untersuchung jedoch nicht.

An dem von der AUVA in Auftrag gegebenen, finanzierten und geleiteten Projekt beteiligten sich seitens der Medizinischen Universität Wien das Institut für Krebsforschung, das Institut für Umwelthygiene und die Abteilung Arbeitsmedizin sowie die Austrian Research Centers GmbH Seibersdorf.

Bei den Versuchsreihen wirkten elektromagnetische Felder über mehrere Stunden auf Menschen ein.

DNA-Brüche
Es wurden widerstandsfähige und empfindliche Zellen festgestellt, aber "Wir haben bei bestimmten Zelltypen DNA-Brüche nachweisen können. Die gleichen Zellen aktivierten auch die Eiweißsynthese - ein deutliches Zeichen für Zellstress und DNA-Reparaturaktivität", so Projektkoordinator Wilhelm Mosgöller von der Medizinische Universität Wien.

Mosgöller verwies auch auf das ungewöhnliche Ergebnis, dass unterbrochenes Telefonieren - also z. B. fünf Minuten Gespräch, zehn Minuten Pause - mehr DNA-Brüche zur Folge hatte als Dauergespräche.

Forum-Kritik
Kritik an der Untersuchung kommt bereits vom Forum Mobilkommunikation. "Wir halten das Ergebnis einer einzelnen Studie für wenig geeignet, um die Bevölkerung objektiv zu informieren", so FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier. Denn entgegen allen wissenschaftlichen Regeln sei die Studie bis dato nicht wissenschaftlich veröffentlicht und somit auch nicht anerkannter Kenntnisstand.


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