01. April 2009 11:40

Das Osterei 

Harte Schale, gesunder Kern

Eier sind hochwertige Lebensmittel. Ernährungsempfehlung: drei bis vier Stück pro Woche.

Harte Schale, gesunder Kern
© sxc

Rund und gesund ist es, das Ei. Zu Ostern werden traditionell besonders viele davon gegessen. Die Zeiten in denen sie wegen ihres hohen Cholesteringehalts als ungesund galten sind vorbei. Vielmehr ist das Ei ist ein hochwertiges Lebensmittel, wie Diätologin Margarete Sprinz vom LKH Graz erklärte. Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und sollte deswegen auf keinem Speiseplan fehlen.

Tägliches Frühstücksei
"Generell werden drei bis vier Eier pro Woche empfohlen", weiß Sprinz. Kommt es bei speziellen Anlässen, wie zum Beispiel zu Ostern, zu einem erhöhten Verzehr, sei das nicht bedenklich. Auch ein tägliches Frühstücksei sei nicht schädlich. Ein extremes Übermaß auf Dauer ist es hingegen schon - es könnte zur Bildung von Gallensteinen und zum Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut kommen. Apropos Cholesterin, ein "kleines Bomberl" sei das Ei schon, so die Diätologin.

Cholesterinreich
"Es gehört neben den Innereien zu den cholesterinreichsten Lebensmitteln", weiß die Grazerin. Doch sie beruhigt: Eier sind kein Grund für erhöhte Cholesterinwerte im Blut, sie können ohne schlechtes Gewissen gegessen werden. "Durch zu viele Eier kann der Cholesterinspiegel bei gesunden Menschen nicht ansteigen, Personen hingegen, die bereits Probleme damit haben, sollten aufpassen", meinte sie.

Vitaminreich
Eier sind reich an Nährstoffen und Vitaminen und deswegen ein wesentlicher Bestandteil von gesunder Kost. Es enthält die Vitamine A, E und D, Eisen, Eiweiß, Zink, Omega-3-Fettsäuren sowie Lecithin. "Das Eiweiß ist die Basis für ein leistungsstarkes Immunsystem", erklärte Sprinz. Und das Eiweiß im Ei sei ein besonders Hochwertiges, denn es kann vom Körper zu 100 Prozent verwertet und in körpereigene Proteine umgewandelt werden. Im Ei ist auch Folsäure enthalten - sie ist besonders wichtig für Frauen, die schwanger sind oder es werden wollen. Es wird benötigt, um eventuellen Missbildungen des Kindes vorzubeugen. "Ein Ei deckt 25 Prozent des Tagesbedarfs", weiß die Diätologin.

Qualitätsunterschiede
Ei ist nicht gleich Ei, es gibt Qualitätsunterschiede. Freiland-und Bio-Eier haben laut Sprinz einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren als jene aus Bodenhaltung. Der Grund: Die Quelle von Omega-3-Fettsäuren sind Gräser und Kräuter und die sind im Freien zu finden. Diese "gesunden Fette" sind wichtig für das Gehirn- und Nervensystem. Keinen Unterschied macht es hingegen, ob man Eier mit brauner oder weißer Schale verzehrt. "Die Inhaltsstoffe sind die Gleichen. Die Schalenfarbe hängt von der Hühnerrasse ab", sagte Sprinz.

Ungesund ist, bereits schlecht gewordene Eier zu essen. Ein einfacher Test bringt Klarheit: "Im Wasser sinkt ein frisches Ei zu Boden, ein altes schwimmt an der Oberfläche", weiß Sprinz. Außerdem riechen die Verdorbenen schwefelig. Dieser Geruch geht auch durch Kochen nicht weg. "Wenn das Osterei stinkt, dann bitte wegwerfen", so die dringende Empfehlung.


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