23. November 2009 10:39

Energie-Tankstelle 

Haus im Grünen stärkt Körper und Seele

Vor allem gegen Angststörungen und Depressionen hilfreich.

Haus im Grünen stärkt Körper und Seele
© sxc

Menschen mit einem Haus im Grünen sind weniger anfällig für Krankheiten als Großstadtbewohner. "Insbesondere Depressionen und Angststörungen kommen bei Menschen in einer grünen Umgebung deutlich seltener vor", berichtet die Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater, Christa Roth-Sackenheim, unter Verweis auf eine niederländische Studie.

Grün macht gesund
Demnach sind von 1.000 Menschen, die in einem Ein-Kilometer-Umkreis um ihre Wohnung nur zehn Prozent Grünflächen haben, 26 von einer Angststörung betroffen. Bei Menschen mit 90 Prozent Grünflächen in der Umgebung seien es dagegen nur 18 von 1.000. Ähnlich sei das Verhältnis bei Depressionen. Am stärksten ist der positive Effekt der Grünflächen der Studie zufolge bei Menschen, die sich besonders häufig an ihrem Wohnort aufhalten, wie zum Beispiel Kinder sowie bei Menschen mit niedrigem Bildungsstand und niedrigem Einkommen.

Entspannung und Sport
"Wie genau sich eine grüne Umgebung auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, ist noch unklar, aber vermutlich bietet sie mehr Möglichkeiten zur Entspannung, sich mit anderen Menschen zu treffen und Sport zu treiben", erklärt Roth-Sackenheim. Die Studie zeige, dass die Wirkung einer grünen, natürlichen Umgebung auf die Gesundheit nicht unterschätzt werden dürfe. Sowohl bei Stadtplanung als auch bei der persönlichen Entscheidung der Wohnortwahl könnte dies berücksichtigt werden.


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