30. März 2010 10:59

Vier Pfoten Tipps 

Haustiere vor Hitze schützen

Tipps, damit Mensch und Tier die heißen Sonnentage unbeschwert genießen können

Haustiere vor Hitze schützen
© Schwarzl

Hunde sind an heißen Tagen besonders zu beobachten. Neben schweren Herz-Kreislaufstörungen, die bis zum Hitzschlag führen können, droht auch Sonnenbrand auf unbehaarten Körperstellen wie Nase oder Ohrmuscheln. Für sportliche Aktivitäten mit dem Vierbeiner eignen sich nun eher die kühleren Morgen- und Abendstunden. Besonders ältere Hunde brauchen Abkühlungs- und Ruhephasen. An heißen Tagen ist ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt sehr wichtig, frisches Trinkwasser sollte daher immer zur Verfügung stehen. Bei ersten Erschöpfungsanzeichen des Tieres müssen Ausflüge oder gemeinsame sportliche Aktivitäten unterbrochen und keinesfalls gegen den Willen des Vierbeiners fortgesetzt werden.

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Vorsicht mit dem PKW:
Wer keine Klimaanlage im Auto hat, sollte längere Fahrten mit Hund möglichst in die Morgen- und Abendstunden legen. Denn in der Hitze kann ein Verkehrsstau sehr schnell zu einer Gefahr für den Hund werden. "Lassen Sie niemals Ihren Hund allein im Auto“, warnt Martina Schnell, Heimtier-Referentin von VIER PFOTEN. "Auch ein Schattenplatz heizt sich schnell auf und wird zur tödlichen Falle für den Hund.“ Passanten, die an heißen Tagen einen Hund allein in einem geschlossen Auto bemerken, sollten deshalb unverzüglich die Polizei alarmieren.

Katzen suchen sich in der Regel selbst schattige Plätze und sind somit bei Hitze nicht so gefährdet wie Hunde, doch auch sie sollten an heißen Tagen besonders beobachtet werden. „Für Katzen und Kleintiere gilt gleichermaßen: Stets zugängliches Trinkwasser ist ein unbedingtes Muss. Außerdem sollten Futterreste schnell entfernt werden, weil sie leicht verderben oder von Fliegen infiziert werden können“, rät Martina Schnell.

Meerschweinchen und Kaninchen in Freigehegen brauchen ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten und Schattenplätze. Auch Heimvögel müssen vor direkter Sonneneinstrahlung unbedingt geschützt werden; ihre Voliere gehört an einen gut temperierten und zugfreien Platz. Das Wasser in Badehäuschen und Trinkgefäßen muss häufiger gewechselt werden, damit sich keine Bakterien ansiedeln.

Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Mag. Nunu Kaller
Press Office Austria
Tel: +43-1-545 50 20-66
nunu.kaller@vier-pfoten.org

Die Österreichische Tierärztekammer empfiehlt allen Hunde- und KatzenbesitzerInnen eine regelmäßige Vorsorge sowohl gegen Endo- als auch Ektoparasiten bei ihren Tieren.

Diese Prophylaxe dient nicht nur der Gesunderhaltung der Haustiere, vielmehr handelt es sich bei einer Vielzahl dieser Parasiten um ebenso auf den Menschen übertragbarer Überträger bzw. Erreger von Krankheiten, somit um eine Zoonose.

Bezüglich aller weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an ihren Tierarzt / Tierärztin ihres Vertrauens.Dr. Walter Holzhacker, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer


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