17. Dezember 2008 10:38

Optimaler Schutz 

Haut friert schon bei acht Grad

Haut reagiert empfindlich auf Kälte sowie auf den Wechsel zwischen frischen Außentemperaturen und trockener Heizungsluft. Das hilft:

Haut friert schon bei acht Grad
© sxc
Haut friert schon bei acht Grad
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Spaziergänge in verschneiter Landschaft eignen sich wunderbar zum Entspannen. Ein wichtiger Bestandteil unseres Körpers ist dabei aber angespannt: die Haut. Sie reagiert empfindlich auf Kälte sowie auf den Wechsel zwischen frischen Außentemperaturen und trockener Heizungsluft. Reichhaltige Cremes schützen der Witterung ausgesetzte Stellen im Gesicht und an den Händen.

Haut auf Sparflamme
Sinkt die Temperatur unter acht Grad Celsius, schalten die Talgdrüsen der Haut auf Sparflamme und produzieren weniger Fett. Dadurch wird der natürliche Schutzfilm dünner. Besonders gefährdet ist im Winter von Natur aus trockene Haut. Ihre Schutzbarriere funktioniert nicht optimal, weder bei der Abwehr äußerer Aggressoren, noch bei der Bindung von Feuchtigkeit.

Richtig cremen
Wer sich viel im Freien aufhält, sollte sich mit fetthaltigen Cremes (Wasser-in-Öl-Emulsionen) schützen, die feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe wie Hyaluronsäure enthalten. Die Haut profitiert auch von Produkten mit Vitaminen: Vitamin E stärkt die Abwehrkräfte. Die Haut wird geschmeidiger und kann der Kälte besser standhalten. Vitamin A fördert die Durchblutung und reguliert den Erneuerungsprozess der Hautzellen. Panthenol ist in vielen Winterpflegen enthalten. Es schützt vor Irritationen.

Lotionen, die in erster Linie Feuchtigkeit spenden und kaum Fette enthalten (Öl-in-Wasser-Emulsionen), sind für Winterwetter nicht geeignet. Das darin enthaltene Wasser könnte auf der Haut gefrieren und Schäden verursachen.

Richtige Reinigung
Zur Reinigung empfehlen Dermatologen im Winter milde Waschlotionen oder eine Reinigungsmilch. Gesichtswasser mit Alkohol trocknet die Haut aus. Die Lippen haben gar keine Talgdrüsen. Pflege mit fetthaltigen Bestandteilen und Feuchtigkeitsbindern wie Vitamin E hält sie weich. Wenn die Lippen häufig mit der Zunge befeuchtet werden, trocknen sie umso mehr aus.

Neue Produkte
"Wie ein Kaschmirschal" soll die Tages- und Nachtpflege Comfort on call von Clinique vor Winterwetter schützen und mit einem natürlichen Anti-Histamin beruhigen. Dr.Kitzinger Extra regeneriert den gestörten Hydrolipidfilm trockener Haut. Dove Intensiv Körperpflege (Lotion, Body Butter, Handcreme) vereint hautpflegendes Öl und eine reichhaltige Creme in einer nicht fettenden Formel. La Roche-Posay bringt seine Pflegeserien für trockene Haut, Hydraphase und Lipikar, als Weihnachtssets. Vichy verwöhnt mit drei neuen Produkten der Lipidiose nutritive-Serie (reparierendes Körperpflegekonzentrat, Oleo-Dusch-Creme und Körperpeeling-Creme).

Entspannungspflege
Winterliche Entspannungspflege kann man auch selbst herstellen: Für ein Relax-Vollbad gibt man 200 Milliliter Obers und ein wenig Honig ins Badewasser. Zwei Esslöffel warmes Oliven- oder Avocado-Öl, über Nacht unter Baumwollhandschuhen einwirken lassen, machen Hände zart. Für eine Feuchtigkeitsmaske mischt man ein kleines, zimmerwarmes Päckchen Topfen mit ein bis zwei Esslöffeln Honig und fünf Tropfen reinem Rosenöl.

Schutz beim Skifahren
Beim Skifahren reicht eine normale Hautcreme oft nicht aus. Gegen die belastende Kombination aus Kälte, Fahrtwind und Sonne empfiehlt sich ein spezieller Kälteschutzbalsam. UV-Schutz ist auch beim Wintersport wichtig. Pro 1.000 Höhenmeter nimmt die UVB-Strahlung um etwa 20 Prozent zu. Die Reflexion durch Eis und Schnee kann die Einwirkung sogar um bis zu 90 Prozent verstärken. Mediziner empfehlen daher hohe Lichtschutzfaktoren in speziellen Cremes (z.B. Ladival Sonnen- und Kälteschutz Alpin LSF 25). Die Sonnenmilch vom Sommer enthält zu viel Wasser und ist deswegen ungeeignet.

Foto: (c) sxc


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