01. Oktober 2009 10:39

Erschreckend 

Hautkrebs-Patienten werden immer jünger

Mit diesen einfachen vier Regeln können Sie Ihre Muttermale checken.

Hautkrebs-Patienten werden immer jünger
© Getty Images

Erschreckendes Ergebnis. Immer mehr junge Menschen erkranken an Hautkrebs. Eine neue Studie belegt, dass 30-Jährige mit einem Basalzellkarzinom, einer speziellen Hautkrebsvariante, keine Seltenheit mehr sind.

Ärzte empfehlen Hautkrebs-Vorsorge schon ab 20
Hautärzte empfehlen auch jungen Menschen, regelmäßig ihre Haut untersuchen zu lassen. Risikogruppen, wie Blonde, Rothaarige oder Menschen mit vielen Muttermalen sollten regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung bei ihrem Hautarzt. Für Unter-18-Jährige sind in Deutschland mittlerweile Solarienbesuche verboten, da das Baden in der künstlichen Sonne das Hautkrebsrisiko drastisch erhöht.

Wer sollte zum Hautarzt?
Sind Sommersprossen gefährlich? Welche Muttermale sollte man von einem Facharzt überprüfen lassen? Und Wie kann man Muttermale unterscheiden? Mit einem einfachen ABCD-Test können Sie selbst einen Muttermal-Check durchführen. Trotzdem sollten Sie Ihre Muttermale regelmäßig von einem Hautarzt überprüfen lassen!

Sommersprossen und Altersflecken
Altersflecken und Sommersprossen entstehen überall dort, wo besonders viel Sonne hinkommt. Sie gehören zu den gutartigen Pigmentstörungen und treten vor allem am Handrücken und im Gesicht auf. Besonders hellheutige Menschen mit roten oder blonden Haaren bekommen Sie früher als andere. Wenn der Sommer vorbei ist verschwinden Sommersprossen wieder, Altersflecken bleiben.

Abstehende Muttermale
Wenn ein Muttermal erhaben ist, und stark hervorsteht, kann es im Alltag oft störend sein. Zum Beispiel am Rücken oder anderen Stellen, wo Kleidungstücke ständig reiben. Hier kann es durch die Reizung zu bösartigen Veränderungen und im Extremfall zu Hautkrebs kommen. Lassen Sie Ihre Muttermale regelmäßig von einem Hautarzt kontrollieren!

Woher kommen Muttermale?
Wenn ein Elternteil viele Muttermale hat, dann bekommen auch die Kinder viele. Aber auch Menschen, die in der Kindheit häufi in der Sonne waren, haben später viele Muttermale. Damit keine bösartigen Veränderungen entstehen, sollten Menschen mit dieser Veranlagung im Sommer mit hohem Lichtschutzfaktor vorbeugen und die agressive Mittagssonne meiden.

Mit einfachen vier Regeln Muttermale checken
Um möglichst früh Hautkrebs zu erkennen, soll folgendes beachtet werden. Muttermale können sich in Form, Farbe und Größe verändern. Deshalb sollten alle, die viele Muttermale haben regelmäßig beobachten, ob Veränderungen stattfinden. Mit diesem einfachen Test, können Sie selbst feststellen, ob sich Zellen aus dem Muttermal bösartig verändert haben. Ist lediglich ein Kriterium erfüllt, ist das zwar noch kein gefährliches Anzeichen, dennoch sollte der Hautarzt die betroffene Stelle regelmäßig kontrollieren. Sind mehrer Kriterien erfüllt, dann ist das ein Anzeichen für das Risiko an Hautkrebs zu erkranken und der Facharzt sollte dringend aufgesucht werden.

Der ABCD-Check
A - Asymetrie. Ist der Fleck nicht mehr regelmäßig in seiner Form – also gleichmäßig rund oder oval, sondern asymmetrisch?
B - Begrenzung. Ist die Begrenzung vom Fleck zur normalen Haut hin unregelmäßig, verwaschen, ausgefranst?
C - Colour. Hat der Fleck verschiedene Farbtöne statt des normalen gleichmäßigen Brauntons
D - Durchmesser. Ist der Fleck größer als fünf Millimeter?

Welche Muttermale sollten entfernt werden?
- Angeborene Muttermale, die eine bestimmte Größe überschreiten.

- Erworbene Muttermale, wenn ein Verdacht auf bevorstehende Umwandlung in ein Melanom besteht und solche, die häufig mechanischen Irritationen ausgesetzt sind (Fußsohlen, Hosenbund, BH).

- Alle atypischen Muttermale.


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