09. November 2009 10:19

Heuschnupfen 

Jetzt mit Therapie beginnen

Gräsertablette rüstet den Körper für die nächste Pollensaison und erleichtert Allergikern das Leben.

Jetzt mit Therapie beginnen
© sxc

Für Pollenallergiker ist jetzt der ideale Zeitpunkt, mit einer spezifischen Immuntherapie (Allergie-Impfung) zu beginnen. Denn: In den pollen- und damit belastungsfreien Herbst- und Wintermonaten kann der Körper langsam und schonend einen Schutz vor der überschießenden Reaktion des Immunsystems aufbauen. Gräserpollen-Allergikern steht mit der innovativen und hochwirksamen Gräsertablette eine praktische Alternative zur Spritzenkur zur Verfügung, denn die tägliche Einnahme kann ganz einfach und sicher zuhause erfolgen.

Gräserpollen-Allergiker
Die Pollensaison ist vorbei, die Pflanzen bereiten sich auf den Winter vor und kommen zur Ruhe. Mit ihnen die mehr als 1 Million Pollenallergiker in Österreich, deren Abwehrkräfte derart überempfindlich auf den Blütenstaub blühender Bäume, Kräuter oder Gräser reagieren, dass die grippeähnlichen Beschwerden das tägliche Leben massiv beeinträchtigen: Schlafprobleme, Abgeschlagenheit und Tagesmüdigkeit, schwache Konzentration und schlechte Schulnoten, vermehrte Krankenstände, beeinträchtigter Geruchs- und Geschmacksinn etc. so das Leid der Heuschnupfenpatienten während des Pollenfluges. Am stärksten trifft es Gräserpollen-Allergiker, denn Gräser setzen Pollen am massivsten frei und die Saison dauert noch dazu am längsten an. "Gräserpollen haben eine hohe allergene Potenz. Rund 60% aller Allergiker reagieren darauf mit Niesattacken, verstopfter oder laufender Nase, Hustenanfällen und Atemnot", weiß der Pollenexperte Ass.Prof. Dr. Siegfried Jäger, Leiter des Pollenwarndienstes an der Wiener HNO-Klinik. Rückblickend auf die diesjährige Gräserpollenbelastung meint er: "Die heurige Gräserpollensaison hat mit Ende April/Anfang Mai früh und auch ziemlich heftig begonnen. Ab Juni war der Pollenflug für dieses Jahr allerdings schon wieder fast vorbei." Jedoch: "Auch wenn diese Saison eine schwache war, kann nächstes Jahr - abhängig von klimatischen Bedingungen wie Temperatur und Niederschläge - wieder eine starke Gräserblüte folgen."

Therapiebeginn: je früher, desto besser
Auf eine weitere milde Saison im nächsten Jahr sollten sich Allergiker also nicht verlassen. Damit die nächste Pollensaison erträglich oder im Idealfall sogar beschwerdefrei wird, ist ein frühzeitiger Behandlungsbeginn mit einer Allergen-spezifischen Immuntherapie entscheidend. "Die spezifische Immuntherapie ist eine Allergie-Impfung, die in den Krankheitsprozess eingreift und damit nicht allein die Symptome sondern auch die Ursache der Allergie bekämpft. Der Körper kann nachhaltig an den Allergieauslöser gewöhnt werden", empfiehlt Prim. Dr. Waltraud Emminger, Ärztliche Leiterin des Allergie-Ambulatoriums Rennweg in Wien.

Mit der Gräsertablette steht Gräserpollenallergikern eine besonders komfortable und höchst effektive Alternative zur Spritzenkur zur Verfügung. Sie ist die erste europaweit zugelassene Immuntherapie in Tablettenform und wird einmal täglich unter die Zunge gelegt, wo sie sich innerhalb weniger Sekunden auflöst. "Damit die Gräsertablette bereits ab dem ersten Tag der nächsten Pollensaison wirken kann, muss die Behandlung mindestens zwei, besser aber drei bis vier Monate vor der erwarteten Gräserpollensaison gestartet werden", appelliert Emminger. "Das bedeutet: Absolute Deadline für den Therapiestart ist Anfang März. Das beste Ergebnis erzielt man allerdings, wenn die belastungsfreien Herbst- und Wintermonate genutzt werden, um das gestresste Immunsystem zu kurieren."

Allergie ernst nehmen
"Eine allergische Erkrankung ist ein ernst zu nehmendes Problem, das weit reichende Folgen auf Gesundheit und Lebensqualität haben kann", warnt die Allergie-Expertin vor einer Bagatellisierung. "Überdurchschnittlich viele Patienten leiden unter Schlafstörungen, die von Schnarchen wegen blockierter Nasenatmung bis hin zu nächtlichen Atemstillständen (med. Schlafapnoe) reichen. Mit diesen Schlafproblemen gehen Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten einher und nicht selten sind verminderte Gedächtnisleistung, schlechte Schulnoten und häufige Krankenstände auf eine allergische Erkrankung zurückzuführen", zitiert die Allergologin aus zahlreichen Studien (1,2) und Patientenberichten.

Jeder dritte Allergiker bekommt Asthma
Bleibt eine Allergie unbehandelt oder wird sie erst spät therapiert, kann sich die allergische Entzündung ausbreiten und auf die unteren Atemwege übergreifen. Chronische Atembeschwerden sind für ein Drittel aller Allergiker eine lebenslange, schwere Einbuße an Lebensqualität. Eine Allergie ist damit kein lästiger Schnupfen, sondern ein ernst zu nehmender, chronischer Entzündungsprozess, der frühzeitig gestoppt werden muss. Emminger empfiehlt: "Dauern die Beschwerden länger als vier Wochen an, sollte man sich an den spezialisierten Facharzt für Haut-, Lungen- oder HNO-Erkrankungen bzw. an den Kinderarzt wenden und der Ursache auf den Grund gehen. Auch Allergie-Ambulatorien und -Ambulanzen im Krankenhaus führen eine Allergie-Diagnostik durch."

Über die Gräsertablette
Die Gräsertablette ist eine Allergie-Impfung in Tablettenform, die im größten Studienprogramm, das je im Bereich der spezifischen Immuntherapie durchgeführt wurde, auf Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit getestet wurde. 82% der StudienpatientInnen gaben bereits im ersten Behandlungsjahr an, dass sie sich im Vergleich zu früheren Pollensaisonen "besser" oder "viel besser" fühlten (3). Die Ergebnisse der nach wie vor laufenden Langzeitstudie zeigen, dass die Wirkung der Gräsertablette anhält: Auch noch ein Jahr nach Ende der empfohlenen dreijährigen Behandlungsdauer sind sämtliche Beschwerden an Nase und Augen sowie der Bedarf an Symptom lindernder Medikation deutlich verringert. Die Schlafqualität wurde mit Fragebögen erhoben, in denen die Patienten nach Problemen einzuschlafen, durchzuschlafen und gut zu schlafen gefragt wurden. In der ersten Pollensaison berichteten die Patienten von einer Besserung ihres Allergie bedingten unregelmäßigen und gestörten Schlafs um 26%. Auch nach vier Jahren hielt diese Verbesserung an: Patienten, die die Gräsertablette eingenommen hatten, beurteilten die Qualität ihres Schlafes sogar um 36% besser als jene, die bei Bedarf ausschließlich Symptom lindernde Medikamente einnahmen.

Seit Anfang 2009 steht die innovative Therapieoption auch Kindern und Jugendlichen ab 5 Jahren zur Verfügung. Die Ergebnisse der Zulassungsstudie zeigten, dass auch bei Kindern, die die Gräsertablette einnahmen, eine deutliche Reduktion der Heuschnupfen-Symptome sowie ein verminderter Verbrauch an symptomlindernden Medikamenten erreicht werden konnte. Sogar Asthmasymptome (Giemen, Husten, Kurzatmigkeit etc.) und die Anzahl der Tage mit Asthmasymptomen konnten signifikant um mehr als 60% reduziert werden (4).

Die Therapiekosten der Gräsertablette werden von der Krankenkasse übernommen. Laut Empfehlung der Experten sollte die Gräsertablette drei Jahre lang durchgehend eingenommen werden.

Mehr Infos:
www.alk-abello.at: Infos zur Gräserpollenallergie, spezifischen Immuntherapie und Gräsertablette

www.allergenvermeidung.org: Patientenorganisation IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung)

www.pollenwarndienst.at: Aktuelle Pollenflugprognosen für Österreich und Europa

http://phd.polleninfo.org: Mit dem "Pollen-Tagebuch" können Zusammenhänge zwischen Beschwerden und Pollenflug erkannt werden


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |