22. Juli 2010 09:24

Achtung Autofahrer 

Hitze macht langsam, müde und aggressiv

Bei hohen Temperaturen nimmt die Konzentration ab, dafür steigt die Aggressivität.

Hitze macht langsam, müde und aggressiv
© dpa

Hitze macht Autofahrer langsam, unkonzentriert, müde und - aggressiv. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) nimmt die Konzentrationsfähigkeit bei 35 Grad Außentemperatur um mehr als 20 Prozent ab. Vor allem im Stau oder bei der Suche nach dem letzten Schattenparkplatz nimmt die Aggressionsbereitschaft zu. "Schon kleinste Verzögerungen führen zu wildem Gehupe und werden groß aufgespielt", sagte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Ausreichend trinken
Wird bei Hitze zu wenig getrunken, kommt es zur Dehydration, was laut KfV dazu führt, dass die Reizverarbeitung langsamer wird. Müdigkeit, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall Ohnmacht sind mögliche Folgen. Häufig sind erhitze Autofahrer dann auch nicht mehr in der Lage, Fußgänger rechtzeitig wahrzunehmen oder die Fahrgeschwindigkeit richtig einzuschätzen.

"Kleinigkeiten werden sofort mit Beschimpfungen geahndet", sagte Seidenberger. Wildes Hupen oder unüberlegte Ausweichmanöver sind derzeit im Straßenverkehr keine Seltenheit.

Vermeiden Sie unnötige Autofahrten
Die Verkehrsexperten raten Menschen, denen Hitze besonders zu schaffen macht, unnötige Autofahrten zu vermeiden. "Und wie in den südlichen Ländern Siesta zu halten und die Mittagssonne meiden", sagte Seidenberger.

Die heißen Sommermonate sind laut KfV auch die unfallträchtigsten. Von Juni bis September ereignen sich mehr als 40 Prozent aller Verkehrsunfälle.


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