14. August 2008 11:37

Vorsicht 

Hochsaison für Bienen, Wespen und Hummeln

In den Monaten Juli, August und September herrscht Hochsaison für Bienen, Wespen und andere Insekten. Bei Allergien ist jetzt Vorsicht geboten.

Hochsaison für Bienen, Wespen und Hummeln
© dpa

In den letzten Jahren mussten rund 1400 Menschen jährlich nach einem Insektenstich stationär behandelt werden, zwei Drittel davon wurden in den Sommermonaten gestochen. Bienen und Wespen befinden sich im Sommer auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, da es jedoch um diese Zeit keinen Nektar mehr gibt, werden sie verstärkt durch süße Getränke und Lebensmittel angelockt. Man sollte jedoch nicht versuchen, sie zu vertreiben, denn gerade wenn sie sich durch hektische Bewegungen bedroht fühlen, stechen Wespen gerne zu.

80.000 Allergiker
Bis zu 80.000 Österreicher können auf Insektenstiche allergisch reagieren. Die Folgen sind oft schwerwiegend und können bis zum Kreislaufzusammenbruch und Atemnot führen, im schlimmsten Fall kann eine solche Reaktion tödlich enden. Wichtig ist daher, in solchen Fällen unverzüglich den Notarzt zu rufen. Vor allem Eltern sollten die Reaktion ihrer Sprösslinge auf Insektenstiche beobachten, denn Kinder werden häufiger gestochen, weil sie viel im Freien aktiv sind. Rund ein Viertel jener, die nach einem Stich im Spital behandelt werden, ist 14 Jahre oder jünger.

Anzeichen für Allergie
Die ersten Anzeichen für eine Insektengiftallergie sind geschwollene Augen und eine geschwollene Zunge. Auch Hustenreiz und juckender Ausschlag am Körper können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der mittels Bluttest eine Allergie feststellen und entsprechend reagieren kann. Ist eine Allergie bekannt, so sollte der Betroffene immer ein Notfallset bei sich tragen, welches aus einer Adrenalinspritze und Antihistamin-Tropfen besteht.

Gestochen- was nun?
Auch wenn keine Allergie vorliegt, können Bienen- und Wespenstiche für die Betroffenen sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Der Stachel sollte so rasch wie möglich entfernt und die Wunde mit Eiswürfeln oder Essigwasser-Umschlägen gekühlt werden. Die betroffene Körperstelle sollte außerdem ruhig gehalten und möglichst auch hoch gelagert werden. Nach 1 bis 3 Tagen lassen die Beschwerden meist gänzlich nach.

Ein Arzt sollte schnellstmöglich aufgesucht werden, wenn in diesem Zeitraum keine Besserung erfolgt oder Sie von mehreren Insekten gestochen wurden. Aufgrund der erhöhten Gifteinwirkung ist in diesem Fall rasches Handeln gefragt. Grundsätzlich gilt: Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto wirksamer ist sie.


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