21. Jänner 2009 10:02

Getestet 

Hometrainer schneiden schlecht ab

Vor allem die Pulsmessung der Geräte ist extrem ungenau. Hohe Preisunterschiede. Unnötige Belastung mit Schadstoffen.

Hometrainer schneiden schlecht ab
© sxc

Hometrainer sind die Schlechtwetteralternative zu laufen, Nordic Walking, Rad fahren oder Skilanglauf und auch für ältere und kranke Personen (mit ärztlicher Beratung) geeignet. Vorsicht heißt es laut einem "Konsument"-Test aber für jene, die sich auf die Pulsmessung der Geräte verlassen (müssen). Für Herzpatienten, die eine vorgegebene Leistung nicht überschreiten dürfen, könnten die ungenauen Messungen der meisten Geräte fatale Folgen haben, so das Urteil der Tester.

Ungenaue Pulsmessung
Am unzuverlässigsten sind in Griffe integrierte Handschalen, Ohrclips sind ebenfalls sehr ungenau. Am besten klappt die Pulsmessung an der Brust mit einem Gurt.

Ergometer im Trend
Der Trend unter den Hometrainern geht zu den Ergometern. Diese verfügen über eine Leistungsanzeige (in Watt). Selbst gute Geräte müssen laut "Konsument" nicht mehr teuer sein. Testsieger wurde mit dem Daum Premium 8 zwar ein teures Modell (1.499 Euro), kaum schlechter hat aber das Buffalo Montreux (um 300 Euro im Quelle-Versand) abgeschnitten.

Schadstoffe
Großes Minus aller zwölf Testkandidaten: Fast kein Gerät - mit Ausnahme von zwei - ist schadstofffrei. Und das bei Trainingsgeräten, die bis zu 1.500 Euro kosten. Das Prädikat "gut und schadstofffrei" schaffte lediglich das Modell Kettler X3 um 750 Euro.

Fünf Frauen und drei Männer haben die Trainingseigenschaften der Geräte bewertet. Keines der getesteten Modelle erfüllt seine Funktion schlechter als durchschnittlich. Doch bei fast allen wurden Schadstoffe in den Handgriffen nachgewiesen, was zu entsprechenden Abwertungen führte. Nur zwei von zwölf verzichten auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Phthalate in den Griffen: Kettler X 3 und Life Fitness. Wobei der Krebserreger PAK über die Haut in den Körper dringen kann. In zwei Fällen war die Dosis so hoch, dass das Gesamturteil auf "nicht zufriedenstellend" abgewertet wurde.


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